Stadt sagt Großveranstaltungen ab

Märzklopfen mit Frühlingsmarkt fällt aus – Termine in MHP Arena und Forum betroffen

Die Stadtverwaltung hat nun entschieden, alle Veranstaltungen mit über 1000 Teilnehmenden abzusagen. Der „Stab außergewöhnliche Ereignisse“ (SAE) hat am heutigen Donnerstag diesen Beschluss gefasst. „Der Erlass aus dem Hause des Landesgesundheitsministers ist hier eindeutig und gibt den Kommunen endlich Rechtssicherheit“, erklärt der Erste Bürgermeister Konrad Seigfried.

Er leitet den Stab SAE. Diesem gehören daneben der Oberbürgermeister, die Leiter der Fachbereiche Feuerwehr und Bevölkerungsschutz, Organisation und Personal sowie Sicherheit und Ordnung an. Seit Ausbruch des Coronavirus tagt der Stab regelmäßig, um die Lage in Ludwigsburg zu bewerten. OB Dr. Matthias Knecht nimmt an allen Sitzungen teil.

Die Entscheidung des Stabs gilt zunächst für alle Großveranstaltungen bis Ende April. Davon betroffen sind alle Termine in der MHP Arena. Details dazu sind auf der Website www.mhparena.ludwigsburg.de zu finden. Betroffen sind unter anderem die Basketball-Spiele der MHP Riesen in der Bundesliga. Das Verbot bezieht sich auf die Austragung der Begegnungen mit Zuschauer. Der Basketball-Verband BBL entschied sich jedoch in seiner heutigen Sitzung, ohnehin den Spielbetrieb der Saison 2019/2020 bis auf weiteres auszusetzen.

Der Stab sagte ebenfalls die Veranstaltung Märzklopfen mit Frühlingsmarkt und verkaufsoffenen Sonntag am 21. und 22. März ab. „Das sind weitreichende und schmerzliche Entscheidungen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. „Aber diese dienen dem Schutz der Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Das ist das Maß unseres Handelns.“ 
 
Zwei weitere Großveranstaltungen im Mai sagte der Stab schon in seiner heutigen Sitzung ab. Es handelt sich um die Stadtgründungsfeier im Schloss und den Pferdemarkt. „Aufgrund der hohen Besucherzahl bei diesen Ereignissen ist aus unserer Sicht eine Absage bereits zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll und vertretbar“, erläutert OB Matthias Knecht. Die Stadtgründungsfeier hat zwar deutlich weniger Besucher, sie findet jedoch in einem sehr eng bestuhlten Saal und auch mit vielen älteren Menschen statt. Risikofaktoren, die aus Sicht der Stadt zur Zeit nicht hinnehmbar sind. Ob im Monat Mai weitere Veranstaltungen gestrichen werden, wird der Stab voraussichtlich Ende März entscheiden.
 
Auch das Landesturnfest wird aller Voraussicht nach abgesagt. Dazu wird die Stadt am Dienstag kommender Woche eine Entscheidung mit dem Präsidium des Schwäbischen Turnerbundes treffen. 
 
Bei Veranstaltungen mit einer Besucherzahl von 100 bis 999 entschloss sich die Stadtverwaltung, eigene Ereignisse wie das Eröffnungswochenende der Karlskaserne vom 20. bis 23. März zum 25-jährigen Bestehen sowie die Kulturehrung am 24. April zu streichen. Von Absagen oder Terminverschiebungen in diesem Segment ist auch das städtische Kulturprogramm betroffen. Hinweise sind unter www.forum.ludwigsburg.de zu finden.
 
Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmenden sind unter engen Voraussetzungen möglich. Diese unterliegen aber den Prüfkriterien des Robert-Koch-Instituts. Dazu gehört eine Risikobewertung der Veranstaltung. Zudem muss der Organisator geeignete Maßnahmen treffen, um in Zeiten des Coronavirus ein Höchstmaß an Hygiene zu gewährleisten. Eine Genehmigung erteilt der Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadtverwaltung Ludwigsburg.
 
Ein Informationsbrief des Fachbereichs mit diesen Kriterien wird in Kürze die betroffenen Veranstalter sowie die Kultur- und Sportvereine erreichen. „Wir empfehlen aber generell darüber nachzudenken, ob eine geplante Veranstaltung bis auf weiteres sinnvoll ist“, so der Erste Bürgermeister Seigfried, der auch daran appelliert, den Alltag auf das derzeitige Risiko hin auszurichten.

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