Zweites interreligiöses Solidaritätszeichen auf dem Marktplatz – eine Stadt steht zusammen

Gläubige unterschiedlicher Religionen bekunden erneut durch religiöse Zeichen und Klänge ihre Solidarität

Auch die Religionsgemeinschaften stehen coronabedingt zurzeit vor großen Herausforderungen. Diese Situation hat der Arbeitskreis „Dialog der Religionen Ludwigsburg“ letzte Woche zum Anlass genommen, ein interreligiöses Solidaritätszeichen zu setzen. Die erste Aktion kam bei den Menschen sehr gut an. Am heutigen Freitag und am Freitag, 22. Mai, wird die Aktion wiederholt.

Dafür werden auf dem Ludwigsburger Marktplatz jeweils um 20.30 Uhr die Glocken der christlichen Kirchen läuten. Anschließend gibt es Beiträge aus dem Judentum, dem Buddhismus und dem Hinduismus. Zum Ende ruft ein Imam gegen 20.54 Uhr den Ezan-Ruf zum Sonnenuntergang und zum Beginn des täglichen Fastenbrechens aus.
 
Nicht nur das christliche Osterfest litt unter der Corona-Pandemie. Aktuell ist der Fastenmonat Ramadan betroffen, den gläubige Muslime normalerweise gerne mit der ganzen Familie und Freunden mit gemeinsamen Gebeten und Fastenbrechen verbringen. Corona zwingt die Menschen im kleinsten Kreis zuhause zu bleiben. Die Möglichkeiten des Zusammenkommens sind trotz Lockerungen weiter sehr eingeschränkt.
 
Prof. Barbara Traub von der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs sagt dazu: „Selten ist das bewusste Miteinander in unserer Gesellschaft so offen zutage getreten, wie in den letzten Wochen: Trotz aller Bedrängnis, Sorgen und Ängste halten wir Distanz und tragen Masken; nicht um uns selbst zu schützen, sondern um unser Gegenüber und unsere Gemeinschaft vor Schaden zu bewahren. In unserer Solidaritätsaktion mit den muslimischen Menschen und Gemeinden zum Fastenmonat Ramadan dokumentieren wir in ganz ähnlicher Weise unsere Wertschätzung den muslimischen Bürgerinnen und Bürgern gegenüber. Wir wertschätzen sie und ihre Religion nicht trotz, sondern ganz bewusst als einen selbstverständlichen Teil unserer gemeinsamen Stadtgesellschaft. In diesem Sinne einen gesegneten Ramadan - Ramazan Bayramın mübarek olsun!“
 
Unterstützt und begleitet wird die Aktion durch das Büro für Integration und Migration der Stadt Ludwigsburg. Ganz bewusst wurde dafür der Marktplatz als zentraler Ort ausgewählt. Das gemeinsame Auftreten der Religionsgemeinschaften steht auch für den sozialen Zusammenhalt in Ludwigsburg.
 
Das Solidaritätszeichen der Religionsgemeinschaften ist eine sogenannte religiöse Freiluftveranstaltung. Die Corona-Verordnung für religiöse Veranstaltungen des Kultusministeriums Baden-Württemberg gibt die Regeln dafür vor. Auf der markierten Aktionsfläche dürfen nur 50 Personen live teilnehmen. Außerdem müssen von allen Menschen, die sich auf der ausgewiesenen Fläche befinden, die Kontaktdaten aufgeschrieben und vier Wochen aufbewahrt werden. Sollte eine beteiligte Person an Corona erkranken, können so mögliche Kontaktpersonen ermittelt werden.

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