Stadt bereitet sich auf Öffnung der Schulen vor

Fachbereich erarbeitet Hygienekonzept – Marktplatzfest und Kinderfest abgesagt

Die Schulen sollen ab 4. Mai schrittweise öffnen, die Notgruppen in Kindergärten für mehr Berufsgruppen erweitert werden, bereits ab 20. April kann auch der Einzelhandel auf einer Fläche bis 800 Quadratmeter öffnen. Alles unter den Hygiene-Bedingungen einer Pandemie. Details dazu erwartet die Stadt von der Landesregierung.

Nach den Gesprächen von Bund und Land am vergangenen Mittwoch steht fest, dass das öffentliche Leben langsam und schrittweise zur Normalität zurückkehren soll. Der Schulbetrieb wird ab 4. Mai mit den Abschlussklassen starten, der Notbetrieb in den Kindergärten auf weitere Berufsgruppen ausgeweitet, Geschäfte mit einer Ladenfläche bis zu 800 Quadratmeter dürfen ab 20. April wieder verkaufen, dem Friseurhandwerk ist es erlaubt, ab 4. Mai seine Dienste anzubieten. Die Kontaktbeschränkungen bleiben vorerst bis zum 3. Mai in Kraft, dazu gehören auch Verwandtschaftsbesuche. Großveranstaltungen sind bis zum 31. August untersagt.
 
Die schrittweise Rückkehr zur Normalität ist unter strengen Hygienemaßnahmen vorgesehen. Für Schulen und Kindergärten erarbeitet derzeit der städtische Fachbereich Bildung und Familie ein Konzept. Für den Einzelhandel und die Friseursalons werden der Fachbereich Sicherheit und Ordnung, das Bürgerbüro Bauen sowie die Wirtschaftsförderung entsprechende Bedingungen entwerfen. Schon heute gibt es zahlreiche Anfragen der Betroffenen bei der Stadtverwaltung. Um diese Details jedoch konkret umsetzen zu können, sind die Vorgaben der Landesregierung die rechtliche Grundlage. Diese liegen bislang noch nicht vor.
 
Stadtverwaltung zufrieden mit der Entscheidung von Bund und Land
 
„Diese Schritt-für-Schritt-Öffnung ist aus unserer Sicht vernünftig“, sagt Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. „Das ermöglicht uns, in den betroffenen Bereichen einen sauberen Übergang hinzubekommen mit detaillierten Hygieneanforderungen. Insgesamt sehen wir uns für verschiedene Optionen gerüstet.“
 
Der Erste Bürgermeister Konrad Seigfried betont, dass die Stadt bereits Erfahrungen mit der Organisation des Betriebs von Bildungseinrichtungen während einer Pandemie habe. „Dabei darf aber nicht vergessen werden, dass vor allem eine Kita und auch eine Schule nicht realistisch mit dem Abstandsgebot im öffentlichen Raum oder gar den Hygieneanforderungen eines Krankenhauses betrieben werden kann.“
 
Für die konkrete Vorbereitung bleibe jetzt aber genügend Zeit, um die gestuften Maßnahmen umzusetzen, so Seigfried. Zu den Maßnahmen zählen unter anderem: Spuckschutz, Absperrungen, Erhöhung des Reinigungsrhythmus, eine größere Anzahl Seifenspender und Papiertücher sowie Informationstafeln. Für die einzelnen Einrichtungen wird es spezifische Hygienekonzepte geben, die die Stadtverwaltung gemeinsam mit den Schulen, die vor Ort das Ganze realisieren müssen, und dem staatlichen Schulamt festlegen wird. Das gilt ebenso für die Kindertageseinrichtungen.
 
Großveranstaltungen bis 31. August untersagt
 
Bund und Land haben auch entschieden, Großveranstaltungen bis 31. August zu untersagen. Um welche Größenordnung es sich dabei handelt, haben beide noch nicht festgelegt. Der regelmäßig tagende Krisenstab der Stadt (Stab Außergewöhnliche Ereignisse) legte in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag bereits fest, das Kinderfest sowie das Marktplatzfest abzusagen. Beide Termine waren im Juni vorgesehen.
 
„In dieser Ausnahmesituation wäre es unverantwortlich, solche Ereignisse mit mehreren tausend Besucherinnen und Besuchern zuzulassen“, erklärt OB Knecht. Die Entscheidung sei nicht leicht gefallen, zumal es sich beim Marktplatzfest um eine Veranstaltung der Vereine handele, die dadurch auf Einnahmen für die Vereinskasse setzten. „Wir stehen aber an der Seite der Vereine und zahlen jetzt 50 Prozent des städtischen Jahreszuschusses aus, um zu helfen“, so der OB.
 
OB Knecht empfiehlt Mundschutz
Matthias Knecht geht davon aus, dass das Zurück zur Normalität noch mehrere Monate dauern werde. Daher empfiehlt er allen einen Mundschutz, bis ein Impfstoff vorliege und eine Therapie wirke. „Das sollte möglichst aus eigenem Antrieb geschehen, um insbesondere andere Personen zu schützen“, schlägt er vor.
 
Die Stadtverwaltung bleibt noch bis zum 30. April im Notbetrieb. Ab 4. Mai gilt auch für das Rathaus, den Vollbetrieb unter Pandemie-Bedingungen mit hohen hygienischen Auflagen schrittweise herzustellen. „Wir werden entsprechende Bedingungen festlegen, die sowohl unsere Mitarbeitenden als auch die Bürgerinnen und Bürger vor einer Infektion schützen“, kündigt der Oberbürgermeister an.

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