Qualifizierter Mietspiegel der Stadt schneidet beim Mietspiegelreport sehr gut ab

Die Gesellschaft für Immobilienwirtschaftliche Forschung e.V. (gif) hat in ihrem Mietspiegelreport 2020 die Mietspiegel der zweihundert größten Städte Deutschlands ausgewertet. Dabei schneidet der qualifizierte Mietspiegel der Stadt Ludwigsburg von der Erstellung bis zum Endprodukt bei allen Bewertungskriterien sehr gut ab.

Eine Rangfolge vergibt der Mietspiegelreport nicht. Die Städte sind nach der Einwohnerzahl geordnet.

Von den zweihundert bewerteten Städten haben lediglich 73 einen qualifizierten Mietspiegel, obwohl dieser laut Report den besten Verbraucher- beziehungsweise Mieterschutz bietet. 91 Städte erstellen einen einfachen Mietspiegel, 36 Städte haben keinen Mietspiegel – darunter sind 15 Städte in denen die neue Mietpreisbremse gilt beziehungsweise gelten soll.
 
Um den qualifizierten Mietspiegel zu berechnen, nutzen 67 Prozent der Städte, darunter auch Ludwigsburg, die sogenannte Regressionsanalyse. Laut Mietspiegelreport handelt es sich dabei um ein weitverbreitetes statistisches Instrumentarium, das eine umfassende Verarbeitung der verfügbaren Informationen gewährleistet.
 
Von den 73 Städten, die einen qualifizierten Mietspiegel erarbeitet haben, haben 32 ihre Daten durch eine Mieter- und Vermieterbefragung erhoben. In 22 Städten gab es nur eine Mieterbefragung – so auch in Ludwigsburg – in 19 nur eine Vermieterbefragung.
 
66 Prozent der qualifizierten Mietspiegel werden mittels Preisindex fortgeschrieben. 18 Prozent der Städte setzen die Fortschreibung mit einer repräsentativen Stichprobe um – so auch Ludwigsburg. Denn mit einer Stichprobenauswertung lässt sich die örtliche Entwicklung des Mietwohnungsmarkts genauer abbilden.
 
Im Mietspiegelreport wurde auch untersucht, was der Mietspiegel kostet. Dabei sind 74 Prozent der untersuchten Mietspiegel kostenlos erhältlich. Auch in Ludwigsburg kann der Mietspiegel auf www.ludwigsburg.de/mietspiegel kostenlos heruntergeladen, in Papierform für 8 Euro bestellt oder für 6 Euro an der Rathaus-Information, Wilhelmstraße 11, persönlich abgeholt werden. Online steht ein Mietenberechner zur Verfügung, der schnell die ortsübliche Vergleichsmiete auf der Grundlage des qualifizierten Mietspiegels 2019 berechnet.
 
Weitere Informationen:
In Ludwigsburg gibt es seit 2007 einen qualifizierten Mietspiegel. Der aktuelle Mietspiegel 2019 ist die siebte Auflage. Um als qualifizierter Mietspiegel eingestuft zu werden, muss er nach § 558d BGB anhand wissenschaftlich anerkannter Methoden und damit auch nachvollziehbar berechnet worden sein. Außerdem muss er alle zwei Jahre der Marktentwicklung angepasst (fortgeschrieben) und nach vier Jahren neu erstellt werden. Laut gif-Mietspiegelreport ist der qualifizierte Mietspiegel die beste Methode zur Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmiete.
 
Zum 4. Juni 2020 wurde die Mietpreisbremse auch in Ludwigsburg eingeführt. Mietspiegel sind die Voraussetzung für die Durchsetzung der Mietpreisbremse. Ohne Mietspiegel lässt sich die ortsübliche Vergleichsmiete nur mit erheblichem Aufwand ermitteln. Die im Mietspiegel angegebene ortsübliche Vergleichsmiete ist nun auch die zentrale Referenz für Neuvermietungen. Bei Abschluss eines neuen Mietvertrags darf die Miete die ortsübliche Vergleichsmiete nur noch um höchstens 10 Prozent übersteigen – es sei denn, die Miete lag schon zuvor über diesem Niveau. Verlangt der Vermieter mehr Geld, kann der Mieter die zu viel gezahlte Miete ab Mietbeginn zurückfordern.
 
Weitere Informationen gibt es beim städtischen Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement, Soziales und Wohnen, Obere Markstraße 1, 71634 Ludwigsburg, Telefon (0 71 41) 9 10-22 21, E-Mail: mietspiegel@ludwigsburg.de.

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