Ebru Nihan Celkan ist Ludwigsburger Stadtschreiberin 2020

Ludwigsburg hat eine neue Stadtschreiberin: Ebru Nihan Celkan trägt als zweite Autorin den Titel „Ludwigsburger Stadtschreiberin“. Gerade ist die 1979 in Adana geborene türkische Autorin für mehrere Wochen zu Gast in der Barockstadt - im Herbst wird sie dann noch einmal für eine längere Zeit hier sein.

Ebru Nihan Celkan trägt als zweite Autorin den Titel „Ludwigsburger Stadtschreiberin“ (Foto: Aydan Çınar)

Eine Fachjury hat Celkan aus acht vorgeschlagenen Autorinnen und Autoren nominiert. Neben der erkennbar großen Bereitschaft, sich mit der Stadt Ludwigsburg auseinanderzusetzen, wurden auch die literarische Qualität und die Stärke ihrer künstlerischen Haltung bewertet. Anlass für die zweite Auslobung des Stadtschreiberstipendiums: Mit der Förderung der Wüstenrot Stiftung richtet die Stadt Ludwigsburg in diesem Jahr erstmals ein Literaturfestival in Kooperation des Fachbereichs Kunst und Kultur mit der Stadtbibliothek und der Volkshochschule Ludwigsburg aus.
 
Neben ihrer Tätigkeit als Autorin und Dramatikerin unterrichtet Ebru Nihan Celkan dramatisches und performatives Schreiben an verschiedenen Universitäten und leitet Workshops zu den Themen Geschlechtergerechtigkeit und Diversität. Darüber hinaus schreibt sie seit 2014 für die türkische Tageszeitung Evrensel. In ihren Stücken setzt sie sich mit der urbanen Gesellschaft, deren Tabus und Missständen auseinander.
 
Aus der Jury-Begründung: „Die türkische Autorin, Dramatikerin und Darstellerin versucht mit ihren Werken, anschaulich die gesellschaftlichen Konfliktsituationen zwischen Verantwortung und Aufbruch zu beschreiben. Ihre gesellschaftlichen Analysen beeindrucken. Wie sieht der ‚andere‘ Blick auf unsere Gesellschaft aus? Was können wir darüber erfahren? Das war ausschlaggebend für die Wahl eines ungewöhnlichen neuen Schreibtalents, das gerade Sehnsucht und Eskapismus ausloten muss, um der politischen Situation eine künstlerische Haltung entgegenzubringen und uns einen Spiegel vorzuhalten. Celkan ist mittlerweile eine gefragte Autorin: Derzeit arbeitet sie für das Gorki Theater in Berlin, ihr letztes Stück wurde am Schauspiel Stuttgart uraufgeführt, sie war Stipendiatin an der Akademie Schloss Solitude – sie kennt das Land Baden-Württemberg. Ihre Eindrücke und ihre Auseinandersetzung mit der Stadt Ludwigsburg bergen die Chance, verschiedene Kulturen, die in dieser Stadt miteinander leben, zu beobachten und uns einen sicher differenzierten, gleichwohl emotionalen Blick ‚von außen‘ zu ermöglichen.“
 
Der Jury gehörten an: Dr. Martin von Arndt (Vorstand Verband deutscher Schriftsteller Baden-Württemberg), Martin Bruch (Leitung Literaturhaus Freiburg), Professor Dr. Roland Kamzelak (Stellvertretender Direktor Deutsches Literaturarchiv Marbach), Professor Dr. Elisabeth Schweeger (Direktorin Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg), Thomas Stierle (Leitung Stadtbibliothek Ludwigsburg) sowie die Juryvorsitzende Petra Bewer (Vorstand Buchkultur e.V.).

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