Unterbringung von Geflüchteten

Die Stadt hat die menschliche, sozialverträgliche und sichere Unterbringung von Geflüchteten von Anfang an als eine große, gemeinsame Aufgabe begriffen. So hat die Stadt Ludwigsburg den Landkreis dabei unterstützt ausreichend Kapazitäten für die vorläufige Unterbringung von Geflüchteten im Stadtgebiet bereitzustellen.

Während der Landkreis als untere Aufnahmebehörde die Verantwortung für die Unterbringung der Geflüchteten in der vorläufigen Unterbringung hat, trägt die Stadt Ludwigsburg die Verantwortung für die Anschlussunterbringung, das heißt, dann wenn die Asylverfahren abgeschlossen sind oder aber die Geflüchteten bereits länger als 24 Monate in der vorläufigen Unterbringung des Landkreises lebten.

Ablauf der Unterbringung

Um auf den Zuzug gut reagieren zu können, hat der Gemeinderat am 25. November 2015 ein Konzept für bis zu acht temporäre Bauten mit einer Gesamtkapazität von 600 Plätzen an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet beschlossen. Bei diesen kleineren Asyleinrichtungen handelt es sich um architektonisch ansprechende Holzmodulbauten.

Von den acht Standorten konnten 2017 zwei in Betrieb genommen werden, eine Unterkunft im Schlösslesfeld zur vorläufigen Unterbringung des Landkreises und eine Unterkunft in der Oststadt zur Anschlussunterbringung. Zwei weitere Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung und werden 2018 fertiggestellt. In Pflugfelden hat der Bau einer Unterkunft mit 60 Plätzen begonnen. Für die Weststadt wurde am 28.02.2018 der Bau einer neuen Unterkunft mit 90 Plätzen für die Anschlussunterbringung beschlossen.

Anschlussunterbringung von Geflüchteten

Zum 26.03.2018 lebten 388 Menschen in der Anschlussunterbringung. Im Jahr 2018 werden weitere 426 Geflüchtete von der vorläufigen Unterbringung in die Anschlussunterbringung der Stadt Ludwigsburg wechseln. Wie diese Herausforderung bewältigt werden kann, wurde im Gemeinderat am 28.02.2018 diskutiert.

Damit das dezentrale Konzept auch weiterhin umgesetzt werden kann, ist es erforderlich alle Stadtteile einzubeziehen und unterschiedliche Maßnahmen in die Wege zu leiten. Zu den Maßnahmen gehören neben dem Neubau von Unterkünften, die Übernahme von Unterkünften des Landkreises, Nutzung von städtischen Wohnungen und die Anmietung von Wohnungen durch die Stadt. Da diese Maßnahmen allein nicht ausreichen um den Bedarf zu decken, werden temporär Wohnungen der Wohnungsbau Ludwigsburg (WBL) aus dem Segment „Abwohnen“ zur Unterbringung von Geflüchteten genutzt.

Bisher (Stand 11.02.2019) wurden 732 Geflüchtete der Stadt Ludwigsburg zugewiesen. Hiervon leben noch 549 Geflüchtete in der Anschlussunterbringung. Von den 549 leben 115 in privaten Wohnungen. Ihnen ist es gelungen unmittelbar nach der vorläufigen Unterbringung, meist über Ehrenamtliche, eigenen Wohnraum zu finden. Weitere 434 wohnen in kommunalen Unterkünften. Hierbei handelt es sich um Wohnungen der Stadt oder von der Stadt angemietete Wohnungen/Unterkünfte. 

Die Unterbringung in kleineren Einheiten ist für die Integration sehr förderlich. Aufgrund der hohen Anzahl Geflüchteter, die untergebracht werden müssen gelingt dies aber nicht in allen Fällen, sondern es müssen darüber hinaus größere Unterkünfte mit bis zu 60 Plätzen (Weststadt max. 90 Plätze) geschaffen werden. Aktuell gibt es sechs Gemeinschaftsunterkünfte mit mehr als 20 Geflüchteten.

Verteilung der Geflüchteten in der Anschlussunterbringung
Übersicht über die Verteilung der Geflüchteten in der Anschlussunterbringung auf die Stadtteile (Stand 11.02.2019)
 

Ansprechpartnerinnen

Stadt Ludwigsburg
Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement, Soziales und Wohnen
Ramona Klenk
Telefon 07141 910-4412
r.klenk@ludwigsburg.de