Keltenmuseum

Das keltische Fürstengrab von Hochdorf ist einer der wichtigsten archäologischen Fundkomplexe frühkeltischer Zeit in Europa. Im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. war das Gebiet um den Hohenasperg ein bedeutendes Machtzentrum. Die Großen der Zeit fanden ihre letzte Ruhe unter monumentalen Grabhügeln in Grabkammern, die mit reichen Beigaben ausgestattet waren. Allzu oft wurden diese Grablegen von Plünderern heimgesucht, so dass es als Sensation galt, als man 1978 am Ortsrand von Hochdorf/Enz ein unberührtes Fürstengrab dieser Epoche fand. Der mächtige Hügel war bereits abgetragen und das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg entschloss sich zur Ausgrabung, um die Grabkammer mit den wertvollen Beigaben zu retten.

Keltenmuseum_Grab
Keltenmuseum_Haus
Keltenmuseum_Grabkammer

Einmalig wie die Funde war auch das Vorhaben, alle Fundstücke mit Originalmaterialien und Werkzeugen vorgeschichtlicher Zeit nachzubauen. So offenbart sich heute, nach langjähriger aufwändiger Kleinarbeit, dem Besucher ein rekonstruiertes Lebensbild eines gewaltigen Keltenherrschers. Herzstück des Museums ist die detailgetreu rekonstruierte Grabkammer, ausgelegt mit feinem Gewebe und ausgestattet mit einem Prunkwagen, einem mächtigen Bronzekessel und der einmaligen Bronzekline, auf der der Tote lag. Darüber hinaus informiert das Museum über den Fund und die vielfältigen Forschungsergebnisse.

Im Freibereich ist ein nachgebautes keltisches Gehöft zu besichtigen, das ebenso auf Grabungsbefunden aus Hochdorf beruht. Das Keltenmuseum liegt circa 15 Kilometer von Ludwigsburg entfernt.

Weitere Informationen unter www.keltenmuseum.de