PikoParks in Ludwigsburg
Mithilfe von Fördermitteln aus dem Programm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ des Bundesumweltministeriums (BMUV) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden Plätze in Ludwigsburg zu lokalklimatisch wirksamen und biodiversitätsfördernden Parkanlagen umgestaltet.
Umgestaltung Spielplatz am Rathaushof
Auch in Ludwigsburg wird es im Sommer immer heißer. Der Platz vor dem Grünen Zimmer, der bisher das Burkinische Dorf sowie einige Spielgeräte umfasst, wird daher umgestaltet. Es entsteht ein PikoPark.
PikoParks sind kompakte, grüne Rückzugsräume für dicht besiedelte Stadtteile. Auf kleinem Raum entstehen durch vielfältige, heimische Bepflanzung, schattenspendende Bäume und biodiversitätsfördernde Elemente wie Trockenmauern, Totholz oder Sandlinsen artenreiche, naturnahe Lebensräume. Die Flächen tragen damit zur Verbesserung des Mikroklimas bei, speichern Regenwasser und laden Bürgerinnen und Bürger zum Verweilen ein.
Das Ludwigsburger Konzept sieht einen großen Sandspielbereich vor, der von Rasenhügeln und Baumgruppen umgeben ist. Elemente wie Felsblöcke und Baumstämme regen zum freien Spielen an. Der bestehende Schnurbaum bleibt erhalten. Ergänzend werden 32 neue Bäume gepflanzt. Diese Arten sind hitze- und trockenheitsverträglich und durch ihre Blüten insektenfreundlich. Entlang der Mauer zum Theatersommer entstehen neue Sitzgelegenheiten in Form langer Bänke, die die Aufenthaltsqualität der Fläche deutlich erhöhen.
Die intensive Beteiligung verschiedener zivilgesellschaftlicher Akteure führte dazu, dass auf der Fläche weiterhin Raum besteht, um die Ludwigsburger Klimapartnerschaften zu präsentieren. Ergänzend dazu wird im südlichen Bereich der „Garten der Religionen“ integriert.
Mehr Grün für den Schillerplatz
Als weitere Maßnahme im Rahmen dieses Förderprogramms wurde die Grünfläche auf dem Schillerplatz mit 20 kleinkronigen Zierkirschen bepflanzt. Diese blühen im Frühjahr besonders reichhaltig und sind deshalb auch für Bienen und andere Insekten attraktiv. Sie wachsen schnell, werden aber nicht größer als fünf bis sechs Meter, was sie für den Standort am Schillerplatz geeignet macht. Unter den Kirschbäumen wurde außerdem eine Blühwiese angesät. Diese fördert die Biodiversität und schafft weitere Blühaspekte auf dem Schillerplatz.