Umgang mit der Energiekrise

Verordnungen zur Energieeinsparung (EnSikuMaV und EnSimiMaV)

Was Betriebe wissen müssen

Die IHK Region Stuttgart beantwortet Fragen zum Warenverkehr, zu den Sanktionen, zu Personalthemen und zum Zahlungsverkehr in den Krisengebieten.

Bei Fragen rund um den Russland-Ukraine-Krieg wenden Sie sich gerne an unsere Hotline.
Krisen-Hotline: 0711 2005 1407
Mail-Postfach: ukrainerussland@stuttgart.ihk.de

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) informiert über die Vorschriften, die seit dem ersten September gelten.

Energiespartipps und Beratungsangebote für Privathaushalte und Unternehmen

Beratung durch die Ludwigsburger Energieagentur

Die Ludwigburger Energieagentur berät Privatleute und Unternehmen zu den Themen Energiesparen, Wärmedämmung, moderne Heiztechnik und erneuerbare Energien.

Beratungsangebot der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

Energiespartipps des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klima

KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH

Kampagne des Landes Baden-Württemberg - CLEVERLÄND – Zusammen Energie sparen

Fragen & Antworten zur Energieversorgung

Das Land Baden-Württemberg hat Fragen und Antworten zur Energieversorgung zusammengestellt.

Auswirkungen auf die Stadt Ludwigsburg

Öffentliche Einrichtungen, Bäder, Kunsteisbahn

Folgende kurzfristige Maßnahmen zur Energieeinsparung setzt die Stadt bereits um oder startet mit Beginn der Heizperiode von 1. Oktober 2022 an, um die Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zu erfüllen: 

Öffentliche Einrichtungen allgemein

  • Die Stadtverwaltung lässt Gemeinschaftsflächen in öffentlichen Nichtwohngebäuden unbeheizt, ausgenommen sind Schulen und Kindertagesstätten.
  • Die Stadtverwaltung begrenzt die Höchsttemperatur in Arbeitsräumen der öffentlichen Nichtwohngebäude auf 19 Grad Celsius, hier sind Schulen und Kindertagesstätten ebenfalls nicht betroffen. Sofern die Bundesregierung im Krisenfall eine weitere Senkung der Mindest-Raumtemperatur ermöglicht, wird die Stadtverwaltung dies nach Rücksprache mit dem Personalrat umsetzen. 
  • Die Stadtverwaltung schaltet dezentrale Warmwasserbereiter ab, außer in Kindertagesstätten.
  • Die Stadtverwaltung reduziert die Warmwasser-Temperatur in zentralen Warmwasserbereitern. Dies gilt nicht in Kindertagesstätten.

Schwimmbäder und Freizeiteinrichtungen

Die Wassertemperatur in den Schwimmbädern wird reduziert.

  • In den Hallenbädern senkt die SWLB die Wassertemperatur um ein Grad Celsius sowie in den Außenbecken um zwei Grad. 
  • Im Freibad wird die Wassertemperatur um ein Grad Celsius gesenkt. Warmwasserduschen werden abgeschaltet.
  • Im Stadionbad ist die Saunalandschaft bereits seit 30.07.2022 außer Betrieb.

Heilbad Hoheneck

Das Heilbad Hoheneck wird vorübergehend geschlossen.
Das Heilbad folgt einem gesellschaftlichen Auftrag insbesondere für ältere Menschen. Um daher einen Ausgleich zu schaffen, werden die Angebote des Bades an anderen Standorten so weit wie möglich ersetzt. Das ist für das soziale Miteinander in der Stadt unerlässlich. Die vorübergehende Schließung wird zum 31.03.2023 aufgehoben.

Kunsteisbahn

Der Betrieb der Kunsteisbahn erfolgt mit Kunststoffplatten. Diese so genannten Glice-Platten bieten ganzjährig die Möglichkeit, die Kunsteisbahn ohne hohe Energiekosten zu betrieben.

Beleuchtung in der Stadt

  • Die Stadtverwaltung verzichtet auf die Beleuchtung von Gebäuden und Baudenkmälern von außen. Davon betroffen sind unter anderem: Friedenskirche, Laurentiuskirche Neckarweihingen, Katharinenkirche Eglosheim, Schlange auf der Sternkreuzung.
  • Die Stadtverwaltung reduziert die Außenbeleuchtung in öffentlichen Bereichen. Das betrifft: Gebäude der Stadtverwaltung sowie des Eigenbetriebs Tourismus und Events, Baumstrahler in der Innenstadt, Bodenstrahler in der Fußgängerzone, Lichtbänder auf dem Rathaushof, Baumstrahler in unterschiedlichen Stadtteilen.
  • Die Stadtverwaltung setzt auf eine Mindestbeleuchtung zur Weihnachtszeit: Auf der Achse von der Sternkreuzung bis zum Bahnhof und in den Fußgängerzonen wird es nur eine Mindestbeleuchtung geben. Die städtische Wirtschaftsförderung wird sich dazu mit dem Ludwigsburger Innenstadtverein Luis in Verbindung setzen, um für Einzelhandel, Gastronomie und weitere Unternehmungen eine attraktive Lösung zu erarbeiten. Die Beleuchtung für den Weihnachtsmarkt wird bestehen bleiben, da hier die Umrüstung auf energieschonende LED-Leuchten bereits erfolgt ist.
  • Die Stadtverwaltung intensiviert den Umbau auf LED-Leuchten: Aktuell sind 60 Prozent aller öffentlichen Straßenleuchten auf LED umgerüstet (Stand 07/2022). Diese sind zudem von 23 bis 5 Uhr auf 50 Prozent ihrer Leistung reduziert. Derzeit bestellt die Stadt weitere Leuchten für den Austausch. 2021 erzielte die Stadt durch LED-Leuchten eine Einsparung von 7,5 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs. Darüber hinaus sind bereits acht Kilometer an Straßen und Wegen mit intelligenten Leuchten ausgestattet, um weitere Energie zu sparen oder Lichtausstrahlung zu verhindern.
  • Die Stadtverwaltung fährt den Betrieb der Verkehrssignalanlagen auf ein Mindestmaß zurück, solange die Sicherheit des Verkehrs gewährleistet ist. 

Mittelfristige Maßnahmen zur Energieeinsparung

Das Ziel der Bundesregierung ist es, auch mittelfristig Energie einzusparen, um einer Gasmangellage in den Jahren ab 2023 vorzubeugen. Die Stadtverwaltung plant folgende mittelfristige Energieeinsparung oder setzt diese bereits um:  

  • Bis 15.09.2024 lässt die Stadtverwaltung in städtischen Nichtwohngebäuden die Heizungen mit Erdgas-befeuerten Wärmeerzeugern prüfen und optimieren. 
  • In öffentlichen Nichtwohngebäuden mit Gaszentralheizungen ab 1000 Quadratmeter beheizter Fläche werden ein hydraulischer Abgleich und weitere Maßnahmen zur Heizungsoptimierung bis zum 30.09.2023 vorgenommen.
  • Die Photovoltaik auf städtischen Dachflächen soll ausgebaut werden.
  • Bei städtischen Gebäuden will die Stadtverwaltung die Umstellung von fossiler Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien intensivieren. 
  • Weitere energetische Sanierungen an städtischen Gebäuden sind vorgesehen.
  • In den Neubauten der WBL wird die Wärme mittels Wärmepumpensystem oder alternativ mit Fernwärme erzeugt.

Sparmaßnahmen innerhalb der Stadtverwaltung

  • Die Stadtverwaltung spart Heizenergie. Hierzu zählt ein Verbot von privaten, elektrischen Heizlüftern in städtischen Räumen sowie die Einhaltung der während der Heizperiode festgelegten Soll-Raumtemperatur. 
  • Die Stadtverwaltung bietet ihren Mitarbeitenden eine Online-Schulung an mit dem Fokus auf „Energie sparen am Arbeitsplatz und zuhause“. 
  • Die Fachbereiche Personal und Organisation sowie Digitalisierung und IT der Stadtverwaltung suchen mit dem Personalrat nach Möglichkeiten, Fachbereiche in einzelnen Gebäuden zusammenzufassen sowie das Home-Office-Angebot auszubauen.
  • Die Stadtverwaltung intensiviert das Energie- und CO2-Controlling städtischer Gebäude.
  • Die Stadtverwaltung optimiert den Betrieb von Heizungs- und Lüftungsanlagen.
  • Laufende städtische Bauvorhaben werden hinsichtlich Energieeffizienz und Klimawirkung verbessert.
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