
Le Corsaire
Marius Petipa Original-Choreografie
Jungbin Song Choreografie
Adolphe Adam Musik
Dayoung Jeong & Inkyu Kim Dramatisierung & Arrangement
Luisa Spinatelli Bühne & Kostüme
Heesun Ko Licht
Korean National Ballet
Bis zum Ende des 20. Jahrhunderts galt »Le Corsaire«, inspiriert von einem Gedicht Lord Byrons, als einer der vergessenen Ballett-Klassiker. Dabei ist die Geschichte mit feschen Piraten, einem Schiffsuntergang und einer geraubten Geliebten eigentlich viel spannender als »Schwanensee« und Co. Für das Koreanische Nationalballett richtete der Tänzer Jungbin Song auf der Grundlage der überlieferten Version von Marius Petipa eine eigene Fassung ein, um die wesentlichen Szenen besonders herauszustellen. Den hochberühmten Pas de deux etwa, den man seit Rudolf Nurejews blauer Pluderhose von zahlreichen Ballettgalas kennt, oder die große Architektur des »Jardin animé«, eines blühenden Gartens aus unzähligen Ballerinen, die durch Blumenbögen tanzen. Um die schönen Frauen in ihren Tutus kämpfen hier keine entrückten Prinzen, sondern verwegene Männer, die in bester Robin-Hood-Manier ein Schiff voller Sklaven befreien.
Das Koreanische Nationalballett wurde 1962 als erste professionelle Ballett-Kompanie des Landes in Seoul gegründet und wird seit 2014 überaus erfolgreich von Sue-Jin Kang geleitet, einer Ikone des Stuttgarter Balletts. Die Kompanie besteht aus 75 Tänzerinnen und Tänzern und ist für ihre exakten, reinen Linien bekannt. Gezeigt werden hauptsächlich die berühmten Klassiker, die auch auf Tournee in Korea und auf der ganzen Welt gastieren. Die Direktorin frischt das Programm konstant durch moderne Handlungsballette, etwa von John Neumeier, und wegweisende Klassiker der Moderne auf.
EINFÜHRUNG 16.20 Uhr