Musik ist wo du bist. Dein stirb und werde
Mascha Kaléko und die Musik
Im Aufnahmesaal der legendären Bauer Studios treffen Literatur und Klangkunst aufeinander. Die Literaturwissenschaftlerin Nikola Herweg, die im Deutschen Literaturarchiv Marbach den Nachlass Mascha Kalékos betreut, und die mehrfach ausgezeichnete Komponistin, Pianistin und Hörspielmacherin Ulrike Haage widmen sich der Musikalität im Leben und Werk Mascha Kalékos. Im Gespräch, mit Bildmaterialien aus dem Nachlass und musikalischen Einspielungen entsteht ein vielstimmiges Porträt der Lyrikerin. Im Mittelpunkt steht das preisgekrönte RBB-Hörspiel „Nichts ist, sagt der Weise“, das Haage anlässlich von Kalékos 100. Geburtstag komponierte – ergänzt durch Live-Improvisationen am Flügel und bislang unbekannte Fundstücke aus dem Archiv.
Eintritt frei | Hier gehts zur Online-Anmeldung
Ulrike Haage:
Ulrike Haage ist eine Grenzgängerin zwischen den Welten: Komponistin, Pianistin, Hörspielregisseurin – und Klangforscherin mit unverwechselbarer Handschrift. Ihre Musik bewegt sich zwischen modern Jazz, Klassik, Pop und freier Improvisation, verbindet akustische Tiefe mit elektronischer Weite und schafft so Klangräume, die gleichzeitig zugänglich und überraschend sind. Neben ihren atmosphärisch dichten Soloalben (zuletzt Alles Licht) komponiert sie preisgekrönte Hörspiele und für Film. Website: www.ulrikehaage.com
Nikola Herweg:
Nikola Herweg studierte Germanistik, Geschichte und Philosophie in Gießen, Lodz, Barcelona und Jerusalem. Seit 2007 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Literaturarchiv und leitet dort seit 2012 das Helen und Kurt Wolff-Archiv für Exilliteratur. Sie publiziert und ediert u.a. zu Ilse Aichinger, Hilde Domin, Felix Hartlaub und Mascha Kaléko. Zuletzt ist von ihr erschienen: Ilse und Helga Aichinger, »Ich schreib für Dich und jedes Wort aus Liebe«. Briefwechsel, Wien-London 1939-1947 (Wien 2021), S.O.S. Exilbriefe aus dem Deutschen Literaturarchiv (Hg; Marbach 2022) und Mehlbrei, Sehnsucht, Heimweh. Mascha Kaléko streicht den Hunger durch, in: Zeitschrift für Ideengeschichte, Marbach, Weimar, Wolfenbüttel, Grunewald, 18 (2024).
Deutsches Literaturarchiv Marbach:
Das Deutsche Literaturarchiv Marbach (DLA) ist eine der bedeutendsten Literaturinstitutionen weltweit. Es ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung mit hohem Infrastruktur-Anteil und zugleich ein Institute of Advanced Study mit eigenem Forschungs- und Fellowprogramm. In seinen Sammlungen sichert es eine Fülle kostbarster und bedeutsamster Quellen der Literatur- und Geistesgeschichte von 1750 bis zur Gegenwart. In seinen Museen und durch seine Veranstaltungen vermittelt es Literatur, weckt Interesse am vertieften Lesen, schult die Interpretationsfähigkeit und Diskussionslust. Website: www.dla-marbach.de
Die Bauer Studios:
Seit der Firmengründung 1949 entstehen im ältesten privat geführten Tonstudio Deutschlands exzellente Aufnahmen, die bis heute Bestand haben. Die Bauer Studios erfanden mit dem Egerländer Sound Blasmusik neu und bewiesen im Jazz mit hochwertigen Aufnahmen das fachliche Können – Keith Jarretts Live Konzert in Köln ist nur eines von vielen Beispielen. Bis heute finden Künstler unterschiedlichster Stilrichtungen und aus aller Welt den Weg nach Ludwigsburg, um ihre Klangvorstellungen umzusetzen. Website: www.bauerstudios.de
Eine Veranstaltung im Rahmen des Literaturfestivals Ludwigsburger WORT WELTEN: Vom 9. bis 16. November 2025 feiert das Literaturfestival WORT WELTEN das geschriebene und gesprochene Wort – an überraschenden Orten, mit vielfältigen Stimmen, für alle Generationen. Hier geht’s zum Festival-Programm 2025
