Zentrale Innenstadtentwicklung Ludwigsburg (ZIEL)

Der Wettbewerb hat begonnen

Das Wettbewerbsverfahren wurde Ende Mai 2019 Europa weit veröffentlicht.

Das Projekt ZIEL, das die Ludwigsburger Innenstadt nachhaltig in die Zukunft moderner Städte führen soll, hat im Dezember 2018 einen entscheidenden Meilenstein im Gemeinderat genommen.

Der Ludwigsburger Gemeinderat hat im Dezember 2018 mehrheitlich beschlossen den Ideen- und Realisierungs-Wettbewerb für die drei zentralen aber bisher fragmentierten Plätze, Schiller-, Arsenal-, und Zeughausplatz in 2019 auszuloben.

Wettbewerbsgebiet ZIEL Luftaufnahme
Wettbewerbsgeiet ZIEL

Der Ludwigsburger Gemeinderat hat im Dezember 2018 mehrheitlich beschlossen den Ideen- und Realisierungs-Wettbewerb für die drei zentralen aber bisher fragmentierten Plätze, Schiller-, Arsenal-, und Zeughausplatz in 2019 auszuloben.

Ein Preisgericht wird voraussichtlich Ende 2019 einen Sieger küren und damit eine Empfehlung an den Gemeinderat aussprechen, die die grundlegende Aufwertung der drei Plätze und damit das Aussehen der Ludwigsburger Innenstadt für die Zukunft entscheiden prägen wird.

Die Ergebnisse sollen eine Vision für die moderne und doch sich in die Umgebung einfügende Neugestaltung der öffentlichen Räume und Plätze entwerfen und eine solide Entscheidungsgrundlage dem Gemeinderat zur Verfügung stellen.

Der Ideen- und Realisierungs-Wettbewerb für die Städteplaner und Architekturbüros ist bezüglich der Nutzung und Gestaltung der Arsenalstraße sowie des Arsenalplatzes ergebnisoffen ausgeschrieben. Dieses Vorgehen bietet den Teilnehmenden des Wettbewerbs kreativen Spielraum, wobei Rahmenbedingungen wie zum Beispiel die kürzlich getroffenen Beschlüsse zu BRT (Bus Rapid Transport) und Niederflur Stadtbahn, Berücksichtigung finden werden.

Auch die konkreten Pläne für umfangreiche öffentliche Parkplätze in einer neu zubauenden Tiefgarage der Kreissparkasse am Schillerplatz sind wertvolle Rahmenbedingungen für die Entwürfe der Landschaftsarchitekten und Stadtplaner.

Die Ergebnisentwürfe aus dem Wettbewerb müssen mehrstufige Realisierungsszenarien vorsehen, die jeweils für sich eine finale Umsetzung darstellten könnten. Diese aktuelle Anforderung des Gemeinderates aus dem Workshop mit dem Einzelhandel Ende November 2018, ist ebenfalls in die Auslobungskriterien eingeflossen.

Ende 2019 sollen die Wettbewerbsergebnisse vorliegen. Dann ist eine dritte Phase der Bürgerbeteiligung von der Stadtverwaltung vorgesehen.

Projekt ZIEL und Sanierungsgebiet ZIEL – Das gleicht sich und ist doch nicht das Selbe!

Das Projekt ZIEL "Zentrale Innenstadt-Entwicklung Ludwigsburg" ist zukunftsweisend

Luftbild Ludwigsburg ZIEL Sanierungsgebiet und darin ZIEL Projektgebiet
Sanierungsgebiet ZIEL weiß und Projektgebiet ZIEL gelb markiert

Das Projekt ZIEL "Zentrale Innenstadt-Entwicklung Ludwigsburg"  ist ein Neuordnungsschwerpunkt  der Stadtverwaltung Ludwigsburg im Rahmen des förmlich festgestellten Sanierungsgebiets in der Innenstadt.

Im Herbst 2013 gestartet - mit einem mehrstufigen Bürgerbeteiligungsverfahren sowie der Beteiligung von vers. Gremien und Organisationen der Wirtschaft – ist es im Rahmen des Masterplans 5 - Lebendige Innenstadt und des Masterplans 8 - Mobilität eine der zukunftsweisenden städtebaulichen Entwicklungen im Innenstadtbereich.

Das Projekt ZIEL fokussiert die funktionale und gestalterische Erneuerung der drei Plätze: Schiller, Arsenal und Zeughaus unter Berücksichtigung einer zukunftsfähigen Nutzung des Staatsarchivs.

Nebst einer gelingenden Integration in die umliegenden Strukturen soll vor allem die Aufenthaltsqualität für die Menschen in Ludwigsburg verbessert werden. Funktionalität und Gestaltung sollen harmonisch ein städtebauliches Gesamtwerk schaffen, das verschiedene Bedürfnissen des gesellschaftlichen Zusammenlebens wie auch die der vielfältigen Mobilität in Ludwigsburg gerecht werden.

Das Projektgebiet ZIEL umfasst mit 1,9 ha nur ein Bruchteil des gesamten Sanierungsgebiets von über 35 ha. Es ist aber für die nicht nur praktische, sondern auch für die einladende Anbindung des Bahnhofsareals, das ebenfalls ein Projekt der Stadterneuung ist, mit der Innenstadt und dem Marstall-Center, räumlich und qualitativ zentral.

Das förmlich festgestellte Sanierungsgebiet ist neben der öffentlichen Stadterneuung durch die Stadtverwaltung auch für Privateigentümer interessant.

Abgrenzung Sanierungsgebiet in der Ludwigsburger Innenstadt gemäß Sanierungsbeschluss 2017
Abgrenzung Sanierungsgebiet ZIEL

Information über das förmlich festgelegte Sanierungsgebiet ZIEL „Zentrale Innenstadt Entwicklung Ludwigsburg"

Mit Beschluss vom 22.02.2017 hat der Gemeinderat kraft Satzungshoheit im Innenstadtbereich ein rund 35 ha großes Gebiet als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Dieser Beschluss wurde am 25.02.2017 in der Ludwigsburger Kreiszeitung amtlich bekannt gemacht.

Durch diesen Beschluss bekommen alle im Sanierungsgebiet liegenden Grundstücke einen sogenannten Sanierungsvermerk. Sanierungsvermerke im Grundbuch sind nichts Außergewöhnliches. Allein in Ludwigsburg gibt es 7 förmlich festgelegte Sanierungsgebiete. Alle innerhalb dieser Gebiete gelegenen Grundstücke haben einen solchen Vermerk. Der Vermerk bleibt ca. 8 – 10 Jahre, in Ausnahmefällen auch länger, im Grundbuch. Die Satzung wird wiederum durch Gemeinderatsbeschluss aufgehoben und die Vermerke dann wieder auf Ersuchen der Sanierungsstelle gelöscht.

Durch das eingeleitete Sanierungsverfahren sollen überwiegend im öffentlichen Raum große Flächen neu geordnet bzw. aufgewertet werden. Beispiele sind der Schiller- und Arsenalplatz und der Bahnhofsbereich.

Aber auch Privateigentümer können von der Aufwertung profitieren. Haben diese beispielsweise in den nächsten 8 – 10 Jahren vor, Ihr Gebäude umfassend zu sanieren, können sie dies ggf. mit Hilfe von Städtebaufördermitteln tun. Voraussetzung hierfür wäre, dass vor Beginn der Maßnahmen mit der Stadt Ludwigsburg ein sogenannter Modernisierungsvertrag abgeschlossen wird.

Ausgleichbeträge (sanierungsbedingte Bodenwertsteigerungen) entstehen für die Eigentümer nicht, da die Sanierung im sog. vereinfachten Verfahren durchgeführt wird.

Sollten Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema haben oder eine persönliche Beratung wünschen, dürfen Sie sich gerne an Herrn Lehmpfuhl (f.lehmpfuhl@ludwigsburg.de, Tel.-Nr. 07141/910-2738) wenden.