Zentrale Innenstadtentwicklung Ludwigsburg (ZIEL)

FREIRAUMPLANERISCHER REALISIERUNGSWETTBEWERB MIT IDEENTEIL ZIEL

Preisträger stehen fest

Die Stadträume rund um Arsenal- und Schillerplatz werden sich in den kommenden Jahren deutlich verändern.

Der EU-weite freiraumplanerische Realisierungswettbewerb mit Ideenteil für die zentrale Innenstadt von Ludwigsburg (ZIEL) ist entschieden.

In einem einstimmig gefassten Beschluss hat ein Preisgericht unter dem Vorsitz von Herrn Friedhelm Terfrüchte, freier Landschaftsarchitekt BDLA/DASL, Essen drei Entwürfe mit Preisen ausgezeichnet und zudem zwei Anerkennungen ausgesprochen.

Wettbewerb ZIEL mit Realisierungsgebiet und Ideenteil
Städtebaulicher und freiraumplanerischer  Realisierungswettbewerb (gelber Rahmen) mit Ideenteil (blaue Umrahmung)

Mit dem Projekt ZIEL will die Stadt die ermittelten massiven Defizite in einem zentralen Bereich der Innenstadt nicht nur behoben wissen.

Vielmehr soll der für die Menschen in Ludwigsburg neu gewonnene Raum mit hoher Aufenthaltsqualität ein neuer Magnet für die Innenstadt werden.

Die Nutzungsmöglichkeiten der ganz neu gestalteten zentralen Innenstadtplätze sind dann so vielfältig wie einfach:

  • naheliegender grüner Raum zum Auftanken während des Einkaufs
  • generationenübergreifende Begegnungsstätte im Freien
  • Multi-Funktionsfläche für Veranstaltungen
  • natürliche Klimaanlage an heißen Sommertagen im Stadtraum
  • urbaner Park für die Mittagspause und vom Einkauf gelangweilter Kinder und vieles mehr.

Die Stadt Ludwigsburg und das Land Baden-Württemberg haben den offenen freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb für das Plangebiet ZIEL (Zentrale Innenstadt Entwicklung Ludwigsburg) gemeinsam ausgelobt.

Im Frühjahr 2020 steht als Nächstes das  sogenannte VgV-Verfahren (Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge) an. Die Verhandlungsgespräche führt die Stadt mit dem Land Baden-Württemberg als Eigentümer des Areals Staatsarchiv mit den Flächen Arsenalplatz, Arsenalgarten und Zeughausplatz gemeinsam. Auch die Stadträte können sich an diesen Gesprächen beteiligen.

Auf dieser Grundlage wird die Stadt eine Empfehlung für die Vergabe der Planungsleistungen an eines der ausgezeichneten Büros erarbeiten und diese den politischen Gremien voraussichtlich im April / Mai 2020 zur Entscheidung vorlegen.

Damit ist noch nicht entschieden, wie die Plätze sich en detail in Zukunft darstellen werden.

Vielmehr hat die Stadt mit dem Wettbewerb fundierte Ideen von Experten gewonnen und dann mit der Vergabe einen leistungsstarken und vielversprechenden Planungspartner gewonnen.

Klärung von Detailfragen und Optimierungen zur späteren tatsächlichen Platzrealisierungen sind in Abstimmung mit dem Partner im Rahmen der sogenannten Entwurfsplanung vorgesehen.

Eine weitere Phase der Bürgerbeteiligung zu konkreten Fragestellung(en) zur Optimierung des Entwurf des nach Vergabe beauftragten Büros wird seitens der Stadtverwaltung konzeptioniert und soll nach aktueller Zeitplanung im Herbst 2020 stattfinden.

Wenn alles nach Plan verläuft soll im 2ten Quartal 2021 der Gremienbeschluss zur Entwurfsplanung final gefasst werden.

1. Preis
MANN LANDSCHAFTSARCHITEKTUR, Fulda

2. Preis
Holl Wieden Partnerschaft, Würzburg
mit de Buhr Landschaftsarchitektur, Sommerhausen

3. Preis
AW Faust | sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH
mit Machleidt GmbH, Berlin

·Anerkennung
GREENBOX Landschaftsarchitekten Schäfer + Pieper PartG mbH, Köln

·Anerkennung
KRAFT.RAUM., Krefeld

Auszüge aus den Wettbewerbsbeiträge der genannten Preisträgern finden Sie in der Download-Box.

Projekt ZIEL und Sanierungsgebiet ZIEL – Das gleicht sich und ist doch nicht das Selbe!

Das Projekt ZIEL "Zentrale Innenstadt-Entwicklung Ludwigsburg" ist zukunftsweisend

Luftbild Ludwigsburg ZIEL Sanierungsgebiet und darin ZIEL Projektgebiet
Sanierungsgebiet ZIEL weiß und Projektgebiet ZIEL gelb markiert

Das Projekt ZIEL "Zentrale Innenstadt-Entwicklung Ludwigsburg"  ist ein Neuordnungsschwerpunkt  der Stadtverwaltung Ludwigsburg im Rahmen des förmlich festgestellten Sanierungsgebiets in der Innenstadt.

Im Herbst 2013 gestartet - mit einem mehrstufigen Bürgerbeteiligungsverfahren sowie der Beteiligung von vers. Gremien und Organisationen der Wirtschaft – ist es im Rahmen des Masterplans 5 - Lebendige Innenstadt und des Masterplans 8 - Mobilität eine der zukunftsweisenden städtebaulichen Entwicklungen im Innenstadtbereich.

Das Projekt ZIEL fokussiert die funktionale und gestalterische Erneuerung der drei Plätze: Schiller, Arsenal und Zeughaus unter Berücksichtigung einer zukunftsfähigen Nutzung des Staatsarchivs.

Nebst einer gelingenden Integration in die umliegenden Strukturen soll vor allem die Aufenthaltsqualität für die Menschen in Ludwigsburg verbessert werden. Funktionalität und Gestaltung sollen harmonisch ein städtebauliches Gesamtwerk schaffen, das verschiedene Bedürfnissen des gesellschaftlichen Zusammenlebens wie auch die der vielfältigen Mobilität in Ludwigsburg gerecht werden.

Das Projektgebiet ZIEL umfasst mit 1,9 ha nur ein Bruchteil des gesamten Sanierungsgebiets von über 35 ha. Es ist aber für die nicht nur praktische, sondern auch für die einladende Anbindung des Bahnhofsareals, das ebenfalls ein Projekt der Stadterneuung ist, mit der Innenstadt und dem Marstall-Center, räumlich und qualitativ zentral.

Das förmlich festgestellte Sanierungsgebiet ist neben der öffentlichen Stadterneuung durch die Stadtverwaltung auch für Privateigentümer interessant.

Abgrenzung Sanierungsgebiet in der Ludwigsburger Innenstadt gemäß Sanierungsbeschluss 2017
Abgrenzung Sanierungsgebiet ZIEL

Information über das förmlich festgelegte Sanierungsgebiet ZIEL „Zentrale Innenstadt Entwicklung Ludwigsburg"

Mit Beschluss vom 22.02.2017 hat der Gemeinderat kraft Satzungshoheit im Innenstadtbereich ein rund 35 ha großes Gebiet als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Dieser Beschluss wurde am 25.02.2017 in der Ludwigsburger Kreiszeitung amtlich bekannt gemacht.

Durch diesen Beschluss bekommen alle im Sanierungsgebiet liegenden Grundstücke einen sogenannten Sanierungsvermerk. Sanierungsvermerke im Grundbuch sind nichts Außergewöhnliches. Allein in Ludwigsburg gibt es 7 förmlich festgelegte Sanierungsgebiete. Alle innerhalb dieser Gebiete gelegenen Grundstücke haben einen solchen Vermerk. Der Vermerk bleibt ca. 8 – 10 Jahre, in Ausnahmefällen auch länger, im Grundbuch. Die Satzung wird wiederum durch Gemeinderatsbeschluss aufgehoben und die Vermerke dann wieder auf Ersuchen der Sanierungsstelle gelöscht.

Durch das eingeleitete Sanierungsverfahren sollen überwiegend im öffentlichen Raum große Flächen neu geordnet bzw. aufgewertet werden. Beispiele sind der Schiller- und Arsenalplatz und der Bahnhofsbereich.

Aber auch Privateigentümer können von der Aufwertung profitieren. Haben diese beispielsweise in den nächsten 8 – 10 Jahren vor, Ihr Gebäude umfassend zu sanieren, können sie dies ggf. mit Hilfe von Städtebaufördermitteln tun. Voraussetzung hierfür wäre, dass vor Beginn der Maßnahmen mit der Stadt Ludwigsburg ein sogenannter Modernisierungsvertrag abgeschlossen wird.

Ausgleichbeträge (sanierungsbedingte Bodenwertsteigerungen) entstehen für die Eigentümer nicht, da die Sanierung im sog. vereinfachten Verfahren durchgeführt wird.

Sollten Sie noch weitere Fragen zu diesem Thema haben oder eine persönliche Beratung wünschen, dürfen Sie sich gerne an Herrn Lehmpfuhl (f.lehmpfuhl@ludwigsburg.de, Tel.-Nr. 07141/910-2738) wenden.

 

Kontakt

Stadtplanung und Vermessung
Projektleitung ZIEL
Angelika Boos
Wilhelmstraße 5
71638 Ludwigsburg
Telefon: 07141 910-2968
Telefax: 07141 910-2767
E-Mail: ziel@ludwigsburg.de

Downloads

1. Preis - MANN LANDSCHAFTSARCHITEKTUR, Fulda

2. Preis - Holl Wieden Partnerschaft, Würzburg mit de Buhr Landschaftsarchitektur, Sommerhausen

3. Preis - AW Faust | sinai Gesellschaft von Landschaftsarchitekten mbH mit Machleidt GmbH, Berlin

Anerkennung GREENBOX Landschaftsarchitekten Schäfer + Pieper PartG mbH, Köln

Anerkennung KRAFT.RAUM., Krefeld