Neue EU Verordnung!

Digitaler Produktpass: Jetzt vorbereiten statt später hetzen

Ein junges Ludwigsburger Start-up unterstützt dabei

Mit der Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte (ESPR) macht die EU den Digitalen Produktpass (DPP) für immer mehr Produktgruppen zur Pflicht. Der Pass ist ein digitaler Datensatz zu jedem Produkt, abrufbar per QR-Code. Er zeigt Material, Herkunft, Pflege-, Reparatur- und Entsorgungshinweise und belegt Nachhaltigkeitsversprechen. Ohne Pass dürfen betroffene Produkte künftig nicht mehr auf den EU-Markt. Der DPP macht Nachhaltigkeit überprüfbar und schafft so Vertrauen bei Kundinnen und Kunden.

Dahinter steht das Ziel, nachhaltige Produkte zum Normalfall zu machen und Ressourcen länger im Kreislauf zu halten. Den Anfang machen Batterien ab dem 18. Februar 2027. Es folgen unter anderem Eisen und Stahl, Aluminium, Reifen, Elektronik und Textilien.

Die größte Hürde sind die Daten: Viele Marken kennen nur ihre direkten Lieferanten, die vorgelagerte Lieferkette bleibt oft im Dunkeln. Wer jetzt beginnt, diese Daten zu erheben und nach gängigen Standards zu strukturieren, muss später nur noch skalieren und im EU-Register registrieren.

Das Ludwigsburger Start-up Merloop unterstützt kleine und mittlere Unternehmen mit einer KI-gestützten Plattform. Sie zeigt, welche Daten für den Pass noch fehlen, und Merloop hilft, diese bei Lieferanten zu erheben und DPP-fähig zu strukturieren. Aktuell laufen Pilotprojekte in den Bereichen Textil, Elektronik und Bauprodukte. Das Ziel: den Produktpass nicht in letzter Minute erledigen, sondern frühzeitig als Chance für die eigene Marke nutzen.

Ein Beispiel kommt direkt aus Ludwigsburg. Smartlauf ist ein kleines lokales E-Commerce-Label für Bio-Siebdruck-T-Shirts, und es hat seinen Digitalen Produktpass bereits im Rahmen eines Pilotprojekts erstellt. Wie ein solcher Pass aussieht, können Sie sich hier ansehen:

https://dpp.smartlauf.com/pub_e46a5da4c3e2453cbc964e5c3a19e0d4
Monisha Vasu, merloop.eu

Zum Seitenanfang