3. Preis

Steimle Architekten

Bewertung des Preisgerichts

Lageplan
Entwurfsmodell
Perspektive vom Entwurf

Die Verfasser belegen das zur Verfügung stehende und stark Richtung Norden abfallende Grundstück mit einer homogenen, fast teppichartigen, durchgängig 4- geschossigen Gebäudestruktur. Dabei wird nicht nur die Körnigkeit des angrenzenden Wohngebietes auf angenehme Weise aufgenommen, sondern auch sensibel auf die Topografie eingegangen. Es wird nicht nur eine optische Durchlässigkeit Richtung N-S, als auch eine Wegeachse in Ost West Richtung aufgebaut, um größtmögliche Blickachsen zu ermöglichen.

Dabei entsteht eine hochwertige Erschließungsachse und Wegesystem im Binnenbereich, die durch Ausbildung von zueinander versetzten Höfen bzw. Terrassen und einer Abstufung von öffentlichen zu halböffentlichen Räumen überzeugt. Von hier aus werden alle Häuser behindertengerecht erschlossen – dies jedoch mit relativ aufwändigen Treppen, - Mauer – und Rampenanlagen. Private Gärten wären realisierbar, jedoch nicht dargestellt.

Die geringen Abstände zwischen den einzelnen Gebäuden zueinander und die relativ große Anzahl von 14 Solitären mit entsprechender Erschließung wurden jedoch kritisch hinterfragt.

Auch können die Grundrisse nicht gänzlich überzeugen. Die wirtschaftliche Errichtung der kleinen Baukörper einerseits und die schräg ausgebildeten Loggien in den sonst sehr geradlinig entwickelten Grundrissen stoßen auf Unverständnis – sie sind nicht wirklich nutzbar. Auch fällt auf, dass manche Grundrisse zu große Schlafzimmer aufweisen zulasten der Fläche im Ess – Wohnbereich. 

Die linear verlaufende Tiefgarage wird durch 2 Zufahrten erschlossen und wird als wirtschaftlich eingeschätzt.

Insgesamt überzeugt der Beitrag durch seine Kleinteiligkeit, die jedoch im Widerspruch zur Wirtschaftlichkeit steht.