Gewalt gegen Frauen und Femizide.
Einmal die Hand ausgerutscht oder wiederkehrendes Muster?
Mit einem Anstieg von über 30% Prozent im Zeitfenster 2023 bis 2024 setzt sich der Trend der Vorjahre auch in Ludwigsburg (Stadt und Landkreis) fort: Kontinuierlich und über die Jahre hinweg steigt die Zahl der strafrechtlich relevanten Hellfelddelikte von Häuslicher Gewalt an – zu viele davon gipfeln im Femizid.
Professorin Dr. Wolff hat im Oktober 2025 ihr Buch „WIE VIELE NOCH? Deutschlands gebilligte Femizide“ im Verlag Kohlhammer herausgegeben. Aus unterschiedlichsten Perspektiven werden die zugrunde liegenden Gewaltmechanismen beleuchtet, um damit die strukturelle Verankerung, die tief in unserer Gesellschaft verwurzelt ist, zu veranschaulichen. Auch die sogenannte „vierte Gewalt im Staat“, die Medien, trägt aktiv dazu bei, dass wir die den Gewaltexzessen zugrundeliegenden Verhaltensmuster kaum noch wahrnehmen. Mit fehlendem Bewusstsein werden tradierte Macht- und Kontrollansprüche innerhalb unserer Familien, unserer Gesellschaft, unserer Berufs- und Freizeitwelten, sowie innerhalb unserer offiziellen Instanzen und Institutionen dauerhaft gestützt.
In einer Kombination aus Vortrag und Lesung wird Frau Wolff die in sechs Jahren Recherche erarbeiteten Zusammenhänge, Gewaltstrukturen und -auswirkungen ebenso offenlegen, wie Lösungsansätze, die in anderen Ländern bereits etabliert sind. Es liegt an uns allen, der zunehmenden Gewaltspirale effizient entgegen zu arbeiten – insofern ist ein reger Austausch vor Ort sehr willkommen, Bücher werden auf Wunsch gerne signiert. Das Buch "WIE VIELE NOCH? Deutschlands gebilligte Femizide" ist beim Verlag Kohlhammer erhältlich (599 Seiten mit 8 Abb., gebunden) ISBN 978-3-17-046256-4 und kann bei der Veranstaltung erworben werden.
Internationaler Frauentag
In diesem Jahr steht dieser unter dem Motto „Rechte. Gerechtigkeit. Handeln. Für ALLE Frauen und Mädchen“ und ruft zum Handeln auf, um alle Hindernisse für die Gleichberechtigung vor dem Gesetz zu beseitigen: diskriminierende Gesetze, schwache Rechtsschutzbestimmungen sowie schädliche Praktiken und soziale Normen, die die Rechte von Frauen und Mädchen untergraben.
Referentin
Prof. Dr. Kristina Wolff
Aktivistin und Autorin des Sachbuchs „Wie viele noch? Deutschlands gebilligte Femizide“
