BEETHOVEN MISSA SOLEMNIS – GAECHNGER CANTOREY
Ludwig van Beethoven
Missa solemnis D-Dur op. 123
Christiane Karg Sopran
Ulrike Malotta Alt
Benjamin Bruns Tenor
Markus Eiche Bass
Gaechinger Cantorey
Hans-Christoph Rademann Dirigent
Ein Meisterwerk der Superlative: Ludwig van Beethoven bezeichnete seine Missa solemnis als sein »größtes Werk«. Tatsächlich sprengt sie alle Dimensionen. 1823 im Konzertsaal uraufgeführt – kurz vor der Neunten Sinfonie –, stellte sie das Publikum vor eine neue Erfahrung zwischen Überwältigung und Überforderung. Nach intensiver Vorbereitung schuf Beethoven hier seine persönlichste Auseinandersetzung mit dem Glauben. Dabei übersetzte er sein von Aufklärung und Humanismus geprägtes Gottesverständnis in eine Musik, die tief in die Bedeutung des liturgischen Textes eingreift und seine Weltsicht konsequent »von Herzen« widerspiegelt.
Für die Gaechinger Cantorey bedeutet dieses Werk einen besonderen Schritt. Das Ensemble, international vor allem für seine herausragenden Interpretationen barocker Musik bekannt, wendet sich hier erstmals in dieser Konsequenz Beethoven und der historisch informierten Aufführungspraxis des klassisch-romantischen Repertoires zu. Das – auch als Einspielung dokumentierte – Ergebnis markiert einen Meilenstein in der künstlerischen Entwicklung des Klangkörpers. Mit Christiane Karg, Ulrike Malotta, Benjamin Bruns und Markus Eiche ist das Solistenquartett hochkarätig besetzt. Unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann entsteht eine Interpretation, die Beethovens berühmte Widmung einlöst: »Von Herzen – möge es wieder – zu Herzen gehen!«
EINFÜHRUNG 18.20 Uhr
