Stadtarchiv

"Gedächtnis der Stadt Ludwigsburg"

Historisches Foto vom Rathaus Ludwigsburg

Das Stadtarchiv ist Anlaufstelle für alle Fragen zur Ludwigsburger Stadtgeschichte. Die von uns verwahrten historischen Dokumente und Geschichtsquellen sind Unikate. Sie werden aufwändig aufbereitet, in speziellen Magazinräumen oder digital dauerhaft aufbewaht und Interessierten zugänglich gemacht. Zu unseren Beständen gehören Urkunden, Nachlässe, Akten, Fotos, Filme, Karten, Pläne und Plakate.

 

Details

Das Stadtarchiv Ludwigsburg wurde 1952 durch Zusammenlegung des Archivs der Stadt Ludwigsburg und der Archive der früher selbständigen Gemeinden Eglosheim, Hoheneck, Oßweil, Pflugfelden gegründet. Durch weitere Eingemeindungen kamen noch die Archive von Neckarweihingen und Poppenweiler hinzu.
 
Wir betreuen Forschungsprojekte und wissenschaftliche Arbeiten ebenso wie heimat- und familiengeschichtliche Forschungen. Unsere wissenschaftliche Spezialbibliothek zu den Themen „Ludwigsburger Stadtgeschichte“, „Geschichte Baden-Württembergs“ sowie „Archivwissenschaften“ steht Ihnen zur Nutzung in unserem Lesesaal zur Verfügung. Als Teil der Stadtverwaltung, der gleichzeitig auch am kulturellen Leben der Stadtgesellschaft Anteil nimmt, sind wir vor allem im Bereich der Schriftgutverwaltung und der Öffentlichkeitsarbeit tätig. Dabei verstehen wir uns als serviceorientierter Dienstleister. 
 
In folgenden Bereichen können Sie sich an uns wenden:

  • Übernahme, Verwaltung, Pflege und Erschließung archivwürdiger Informationsträger (Archivalien der Stadt und Stadtteile)
  • Sammlung von Dokumenten zur Stadtgeschichte (Zeitungsausschnitte, Ton- und Filmarchiv, Fotografien, Handschriften und ähnliches)
  • Auskunftdienst und Beratung, Bereitstellung von Findmitteln, Vorlage von Archivalien und Schriftgut, Erforschung und Darstellung der Stadtgeschichte, Recherchen zu stadtgeschichtlichen Themen
  • Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Gruppen des kulturellen, wissenschaftlichen, sozialen und schulischen Lebens.
  • Mitwirkung in Angelegenheiten der Aktenordnung einschließlich Aktenverwaltung; Beratung in archivischen und restauratorischen Fragen
  • Archivbibliothek mit Literatur zur Stadt- und Landes-, Personengeschichte, Heimatkunde und zu historischen Grundwissenschaften
  • Geschäftsstelle des Historischen Vereins für Stadt und Kreis Ludwigsburg e.V.

Archivteam

Markus Maul drehte zum Abschluss seines Freiwilligen Sozialen Jahres Kultur (FSJ Kultur) im Jahrgang 2017/2018 einen mehrminütigen Film mit der Belegschaft des Stadtarchivs. Im Film gibt er seine Eindrücke und die Arbeit des Archivs szenisch aus seiner Sicht wieder.

Praktikum zum "Giftschrank" des Stadtarchivs

Die Studentin Laura Weiß untersuchte während eines zweiwöchigen Praktikums im Stadtarchiv Ludwigsburg viele Sonderausgaben von Zeitungen und Zeitschriften aus der NS-Zeit.

Das nationalsozialistische Gedankengut, geprägt von menschenverachtenden Theorien, sollte durch Propaganda-Schriften während der NS-Zeit auch Kindern und Jugendlichen vermittelt werden: Das konnte die Studentin Laura Weiß erfahren. Sie untersuchte dazu während eines zweiwöchigen, studienbegleitenden Praktikums im Stadtarchiv Ludwigsburg viele Sonderausgaben von Zeitungen und Zeitschriften aus der NS-Zeit. Das Stadtarchiv verwahrt diese Schriften der nationalsozialistischen Presse in seinem Giftschrank. Als besonderes Erschließungsprojekt im Rahmen des Praktikums war Laura Weiß die Aufarbeitung dieser Unterlagen für das Archiv anvertraut worden.

Ein Ergebnis ihres Projekts: Die verschiedenen Zeitschriften zeigen auf bildhafte Art und Weise die Propaganda der NS-Zeit und den Kriegsablauf aus der Sicht eines instrumentalisierten Mediums. Angefangen bei den Texten der Zeitungen bis zu den Bilderrätseln für Kinder ist der Einfluss von nationalsozialistischen Vorstellungen deutlich erkennbar. Dazu gehören nicht nur Ausgaben mit regionalem Bezug, sondern auch landesweite Druckerzeugnisse des NS-Regimes, wie die Zeitschrift der Luftwaffe „Der Adler“ in deutsch- und englischsprachigen Ausgaben, die Frauenzeitschrift der NSDAP „Frauen-Warte“  oder diverse Exemplare des „Illustrierten Beobachters“ mit einem hohen Gehalt an suggestiven Bildern und faschistischen Texten.

Idealisierte Bilder

Einige der Exponate lassen sich als anschauliches Lehrmittel für den Unterricht zum Behandeln des Themas „Zeitung“ und zum Verdeutlichen der Propagandamethoden der Nationalsozialisten verwenden: Beispielsweise die Schülerzeitschrift „Hilf Mit!“, die nicht von Schülern, sondern vom NS-Lehrerbund herausgegeben wurde. In dieser Zeitschrift, die besonders Kinder und Jugendliche ansprechen sollte, entwarf die NS-Propaganda das idealisierte Bild einer Kindheit in den 30er und 40er Jahren und zeichnete ein sehr positives Bild des Krieges.

Die Artikel reichen von Tipps für die Soldatenkarriere, über Berichte von Freizeiten mit Besuch von hochrangigen NSDAP-Mitgliedern bis hin zu antisemitischer Hetze und tendenziösen Portraits von Personen oder Ländern. Garniert wurden die Hefte mit Rätseln, Witzen, kleinen Comics und Heldengeschichten, die teils unterschwellig, teils ganz offensichtlich die Ansichten und Parolen der NSDAP ihrer jungen Leserschaft vermitteln sollten. Die Originale der Ausgaben können nach Anmeldung mit Angabe eines berechtigten Interesses im Lesesaal des Stadtarchivs eingesehen werden.

Aktuelles

Weihnachtsschließung

Das Stadtarchiv ist ab Montag, 23.12.2019, bis einschließlich Montag, 06.01.2020, geschlossen.
Der neue Archivkalender 2020 kann während der Schließungszeit weiterhin in der Tourist Info im MIK, Eberhardstraße 1, erworben werden.


Neuer Kalender zur Stadtgeschichte

"Ludwigsburger Mosaik 2020": Stadtarchiv präsentiert ausgewählte historische Themen, im Format 35 x 25 Zentimeter auf zwölf Monatsblättern


Foto vom Buch Bürgerliste Stadtarchiv Ludwigsburg

Genealogie im Stadtarchiv

Ihre Vorfahren stammen aus Ludwigsburg und Sie möchten mehr über Ihre Familiengeschichte erfahren? Erhalten Sie am 4.12.2019 mit Dr. Simon Karzel und Regina Witzmann Einblicke in familienkundliche Quellen. Teilnehmerzahl begrenzt - Voranmeldung über die vhs.


Bild von Brunhilde Haas im Kindesalter

Neue Lebensgeschichten aus Ludwigsburg: Zweite Lesung "Ludwigsbürger!nnen" im Stadtarchiv

Die Veranstaltungsreihe "Ludwigsbürger!nnen" wurde im November 2019 fortgesetzt. Mit dabei waren die Stadtschreiberinnen Regina Boger, Doris Gräter und Hedwig Seibt sowie der SWR-Moderator Rudolf Guckelsberger, musikalisch umrahmt vom Duo Bluesette.


Nachrichtenarchiv

 

Kontakt

Stadtarchiv Ludwigsburg
Mathildenstraße 21
71638 Ludwigsburg
Telefon: 07141 910-2412
stadtarchiv@ludwigsburg.de

Öffnungszeiten

Mo-Fr 8-12 Uhr
Do 14-18 Uhr

Nach telefonischer Voranmeldung.

Archiv-Führungen

6.11.2019, 18 Uhr
2.3. und 9.11.2020, 17 Uhr
Anmeldung: vhs Ludwigsburg
Separate Termine für kostenfreie Gruppenführungen: telefonisch unter 07141 910-2412

Download

FSJ und Praktika

Das Stadtarchiv bietet die Möglichkeit, Praxiserfahrung in einem vielfältigen Berufsfeld zu sammeln.