Entfällt! Synapse Fünf - Wissenschaft trifft Arbeitswelt

Die Veranstaltung wurde aufgrund der aktuellen Situation und den Folgeerscheinungen des Corona-Virus abgesagt.

Herausforderung Digitalisierung

Entfällt! Veranstaltung der fünf Ludwigsburger Hochschulen 24.03.2020, 17 – 21 Uhr

Der Bildungsauftrag von Hochschulen geht längst über den Studienbetrieb hinaus. Der Wunsch, Neues zu lernen, ist keineswegs der Jugend vorbehalten.

Wie wirkt sich die fortschreitende Digitalisierung auf unsere Gesellschaft aus? Kaum ein Lebensbereich ist nicht von ihrer rasanten Entwicklung betroffen. Daher widmen sich die fünf Ludwigsburger Hochschulen in Kooperation mit der Stadt Ludwigsburg diesem hochaktuellen Thema.

Mit Workshops, Filmausschnitten und einer Podiumsdiskussion haben Sie die Möglichkeit, das Thema von verschiedenen Seiten unter die Lupe zu nehmen und sich darüber auszutauschen.

Unter Synapse Fünf präsentieren die fünf Ludwigsburger Hochschulen ihr Weiterbildungsangebot, das sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger richtet.

Programm

  • 17-18 Uhr: Homo Digitalis
    Vorführung zweier Folgen der Serie „Homo Digitalis“ mit Regisseur Nils Otte
  • 18-20 Uhr: Workshops der Hochschulen
    Besuchen Sie einen der fünf Workshops zum Thema "Herausforderung Digitalisierung".
  • 20-21 Uhr: Podiumsdiskussion
    Abschluss im Plenum mit anschließendem Get-together

Moderation: Prof. Tobias Grauer, Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg

Auftakt: Homo Digitalis – Eine Serie über die Zukunft des Menschens

Nils Otte
Alumnus der Filmakademie Baden-Württemberg

Gemeinsamer Auftakt
Hörsaal 1.201

Zum Auftakt zeigt die Filmakademie Baden-Württemberg zwei Folgen der Webserie „Homo Digitalis“ in Anwesenheit von Regisseur und Filmakademie-Alumnus Nils Otte. Im Anschluss an die Vorführung beantwortet er die Fragen des Publikums und gibt den Gästen Denkanstöße für die folgenden Workshops mit.

Wie lange sind wir noch Mensch? Sind wir Täter oder Opfer der digitalen Revolution? Welche Chancen oder Risiken birgt die Entstehung einer virtuellen Welt?

Was der Mensch über Jahrzehnte hinweg entwickelt hat, scheint sich verselbstständigt zu haben. Wenn wir Fragen stellen, so finden unsere Roboter die Lösungen. Algorithmen wissen längst mehr über uns als wir über sie. Die Digitalisierung dringt in alle Lebensbereiche ein und verändert sie von Grund auf.

Die siebenteilige Webserie „Homo Digitalis“ von Nils Otte und Christiane Miethge untersucht, wieweit sich diese Entwicklungen in unserem Alltag auf Freundschaft, Denkvermögen, Sexualität, Gesundheit, Freizeit, Arbeit und Evolution auswirken. Dahinter steht die allumfassende Frage: Welche Zukunft erwartet uns?

Workshop 1: Digitale Kompetenzen zur Unterstützung älterer Menschen – ein Widerspruch?

Prof. Dr. Annette Franke
Evangelische Hochschule

Maximale Anzahl an Teilnehmenden: 30
Seminarraum 1.247

Aktuell sind ca. 2,6 Mio. Menschen in Deutschland pflegebedürftig – mit steigender Tendenz. Rund drei Viertel der älteren Pflegebedürftigen lebt dabei noch im eigenen Zuhause und wird durch Familienmitglieder unterstützt. Doch Angehörige, die sich direkt vor Ort um ihre Nächsten kümmern, gibt es immer weniger. Gründe hierfür sind unter anderem die steigende Mobilität von Familien oder Berufspendeln. Vielfach müssen Familienmitglieder weitere Fahrtstrecken bewältigen, um nach dem Rechten zu sehen – und dies nicht erst, wenn der Pflegefall eintritt, sondern bereits zuvor, wenn ältere Menschen kleinere Hilfen benötigen, bspw. beim Einkaufen, bei Reparaturen oder Behördengängen.

So leisten auch Angehörige aus räumlicher Entfernung oft einen wertvollen Betrag für ihre Nächsten durch emotionalen Support, organisatorische und administrative Aufgaben, finanzielle Unterstützung. Doch in akuten Notfällen können Angehörige nicht gleich vor Ort sein. Die Kommunikation kann durch die Entfernung oder bei Krankheit ebenfalls erschwert sein, was Unsicherheiten auf Seiten der Hilfebedürftigen und der Angehörigen auslösen kann. 

Welche gesetzlichen und familiären Voraussetzungen und Vorbereitungen sind bei „Pflege auf räumlicher Distanz“ dabei zu beachten? Welche Chancen bestehen durch technische Lösungen oder digitale Medien im Wohnumfeld der Älteren? Wo liegen ethische Grenzen bspw. der „Roboterisierung“ von Pflege und wo müssen Ältere und ihre Angehörigen sich aktiver in die digitale Transformation einmischen, damit Technik in ihrem Einsatz auch für die Betroffenen Sinn macht?

Diese Fragen werden in dem Workshop aufgenommen. Nach einer Einführung in das Thema „Pflege und Unterstützung von Angehörigen bei räumlicher Distanz“ werden einige Beispiele für technische und digitale Hilfen aus der Praxis präsentiert und gemeinsam diskutiert.

Entfällt! Workshop 2: Cybersecurity – Kommunale Digitalisierung sicher gestalten

Moritz Huber
Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen

Maximale Anzahl an Teilnehmenden: 30
Seminarraum 1.248

Der Workshop muss leider enftallen!

Die Digitalisierung unserer Gesellschaft nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Schlagworte wie Verwaltung 4.0, eGovernment oder Smart Cities prägen den Sprachgebrauch der öffentlichen Verwaltung, wenn es um die Themen Innovation und Fortschritt geht. Diese Entwicklungen sind ausdrücklich zu begrüßen, beinhalten aber auch einige Gefahren, die nicht von der Hand zu weisen sind. Insbesondere Cyberangriffe mittels Ransomware haben in der jüngsten Vergangenheit immer wieder für Aufsehen und Schlagzeilen in der Öffentlichkeit gesorgt.

Das Thema Cybersecurity gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Denn dies ist das zentrale Querschnittsthema, wenn es um Digitalisierungsbestrebungen aller Art geht.
Ziel dieses Workshops ist es einen praxisorientierten Überblick, sowie eine erste Einordnung zur Bewältigung dieser Herausforderungen zu geben, denn Cybersecurity braucht weitaus mehr als nur Technik.

Moritz Huber beschäftigt sich mit Incident-Response-Konzepten und Cybersecurity-Strategien. In der Stabsstelle für Digitalisierung (Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg) sowie im Landeskrimalamt Baden-Württemberg sammelte er diesbezüglich umfangreiche praktische Erfahrungen.

Das LUCCA wird gefördert vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Workshop 3: Hier und Jetzt – Die Selbstbehauptung des Menschen im digitalen Raum

Prof. Tobias Grauer
Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg

Maximale Anzahl an Teilnehmenden: 12
Seminarraum 1.250
Bitte bringen Sie bequeme Kleidung mit.

In diesem Workshop erforschen wir, wie der digitale und mediale Alltag unsere sinnliche Wahrnehmung sowie unser Handeln beeinflusst. Wir erfahren, wie wir als Menschen in der allgegenwärtigen Präsenz digitaler und medialer Einflüsse erkennbar bleiben und unser Dasein selbst bestimmen - mit unserem empfindsamen Körper, unserer handelnden Stimme und unserem inspirierten Geist.

Damit die Maschine unser Leben bereichert und nicht bestimmt. Sie lernen Übungen zur Wahrnehmung, zur körperlichen Zentrierung und zur präsenten körper-stimmlichen Handlung kennen. Sie werden erleben, ob man neben einem Bildschirm präsent bleiben kann.

Workshop 4: Digitalisierung in der Weiterbildung – Unterstützung von Lehr- und Lernprozessen

Susanne Krauß
Pädagogische Hochschule

Maximale Anzahl an Teilnehmenden: 18
Seminarraum 1.249
Bitte bringen Sie ein internetfähiges Gerät (Smartphone, Tablet oder Laptop) mit.

Das Stichwort „Digitalisierung“ durchzieht inzwischen die vielfältigsten Lebens-, Bildungs- und Arbeitsbereiche. In diesem Workshop geht es darum, die Bedeutung von digital unterstütztem Lehren und Lernen für den Weiterbildungsbereich zu diskutieren und einen Eindruck in den aktuellen Stand zu digitalem Lernen im deutschen Weiterbildungssektor zu gewinnen. Anhand ausgewählter Beispiele werden wir digitale Werkzeuge selbst ausprobieren und somit nicht nur aus Sicht von Lehrenden und/oder leitenden Personen deren Nutzen reflektieren, sondern auch die Perspektive der Lernenden erleben.

Lernziele

  • Möglichkeiten zur digitalen Unterstützung von Lehr-/Lernprozessen in der Weiterbildung kennen lernen
  • Den Nutzen von digital unterstützten Lehr-/Lernprozessen in der Weiterbildung kritisch einschätzen können
  • Erste Erfahrungen in der Nutzung ausgewählter Beispiele sammeln

Das ZWW wird gefördert vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Workshop 5: Erforderliche Kompetenzen im Umgang mit Digitalisierung

Dr. Annika Jokiaho
Pädagogische Hochschule

Maximale Anzahl an Teilnehmenden: 30
Seminarraum 1.255

Die heutige Zeit ist gekennzeichnet durch eine rasche technologische Entwicklung und eine damit einhergehende zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft. Dies führt zu Veränderungen in der Arbeitswelt, in der Bildung aber auch im privaten Bereich. Welche Kompetenzen sind erforderlich im Umgang mit Digitalisierung? Wie schaut es in der Bevölkerung diesbezüglich aus? Was sagen aktuelle Studien hierzu? In diesem Workshop werden erforderliche Kompetenzen im Umgang mit Digitalisierung aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und diskutiert.

Das ZWW wird gefördert vom Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) sowie vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Veranstaltungsort

Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Hörsaal 1.201 (Gebäude 1)
Reuteallee 46
71634 Ludwigsburg

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