Seiteninhalte

Fairtrade-Stadt

Global und lokal für Fairen Handel

Die Stadt Ludwigsburg erfüllt alle Kriterien der Kampagne „Fairtrade-Towns“ und ist seit 2011 "Fairtrade-Stadt". So gehört Ludwigsburg zu den rund 2000 Fairtrade-Towns weltweit.  Die Auszeichnung steht vor allem für das Engagement für den Fairen Handel, z.B. jedes Jahr mit vielen Aktionen in der Fairen Woche. Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft arbeiten für das gemeinsame Ziel zusammen. Der Titel wird von Fairtrade Deutschland verliehen, wenn alle erforderlichen fünf Kriterien erfüllt sind. 

Die Auszeichnung setzt voraus, dass in Einzelhandels-Geschäften, bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants Produkte aus fairem Handel angeboten werden.  Einen Überblick über das Angebot gibt der Faire Einkaufswegweiser. Die Verpflichtung der Stadtverwaltung zu einer nachhaltigen Beschaffung und damit auch die Verankerung des fairen Handels ist in einer Dienstanweisung für alle Beschaffungsstellen verbindlich festgehalten.

Fairtrade-Stadt Steuerungsgruppe

Zweimal im Jahr findet eine erweiterte Sitzung der Fairtrade-Agendagruppe mit den aktuellen Kooperationspartnerinnen und -partnern unter dem Vorsitz der Ersten Bürgermeisterin Renate Schmetz statt. In einer Herbstsitzung wird das Jahresthema und Motto für das folgende Jahr (1,2 MB) bekannt gemacht gegeben und diskutiert. Im Frühjahr folgen dann die konkreten Planungen insbesondere für die Faire Woche im September.
Interesse an einer Mitarbeit und Mitgliedschaft? Mehr Infos dazu gibt es bei der Geschäftsstelle der Fairtrade-Stadt, dem Agendabüro.

Aktuelles

In 45 Jahren mehr als 860 000 Euro gespendet - 45 Jahre Weltladen Ludwigsburg

Am 5. November 2022 ist es genau 45 Jahre her, dass in der Eberhardstraße 11 in Ludwigsburg der „Dritte Welt Laden“ eröffnet wurde. Eine Gruppe junger Menschen hatte sich zum Ziel gesetzt, den Menschen in der „Dritten Welt“ nicht mit Almosen zu helfen, sondern durch Fairen Handel ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen. „Hilfe durch Handel“ war das Motto – wenn die Menschen durch Arbeit genug verdienen, sind sie nicht mehr auf Hilfe angewiesen.

Mit den Jahren stieg der Umsatz im Weltladen und damit auch der Gewinn. Dieser Überschuss wurde jedes Jahr durch die Mitglieder des Vereins „Aktion Partnerschaft 3.Welt Ludwigsburg e.V.“ an gemeinnützige Projekte in den sogenannten Entwicklungsländern verteilt.

Als erstes Projekt wurde im Jahr 1978 der Wiederaufbau eines indischen Dorfes nach einer Überflutung unterstützt. Auch die Brunnen des Dorfes waren zerstört und mussten dringend wieder hergestellt werden. Das Thema „sauberes Trinkwasser“ zieht sich durch die Geschichte des Weltladens. Das Recht auf den Zugang zu sauberem Trinkwasser ist in vielen Teilen der Welt nicht so selbstverständlich wie bei uns in Deutschland. Viele Brunnen, Wasser-Hochbehälter und Zisternen wurden in der Zwischenzeit bezuschusst. In diesem Jahr zum Beispiel ein neuer Wasser-Hochbehälter in Salem, einem Dorf in Uganda.

Mehr als 860 000 Euro sind im Laufe der 45 Jahren an soziale Projekte wie Gesundheitsstationen, Kindergärten, Schulen oder Dorfentwicklungsprojekte gespendet worden.
Der Weltladen zog 2013 um auf den Marktplatz, wo er seitdem unter dem Namen „Weltladen Ludwigsburg“ direkt neben der evangelischen Stadtkirche zu finden ist. Er hat jeden Tag von 9.30 – 18.30 Uhr, samstags von 9.00 – 16.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen gibt es unter fairpart-ludwigsburg.de.

30 Jahre Fairtrade Deutschland in 2022

Impuls kam aus Ludwigsburg

Einen entscheidenden Beitrag zum Entstehen der Erfolgsgeschichte von Fairtrade Deutschland leisteten zwei Ludwigsburger: Rainer Bertsch und Johannes Schockenhoff. Als Studenten in Tübingen gründeten sie die Basisgruppe „Arme Welt“. In der Studentenstadt organisierten sie den Verkauf von alternativem Gepa-Kaffee durch eine Supermarktkette. Diese erfolgreiche Aktion ermutigte die Gründerorganisationen von Transfair e.V., dem Vorgänger von Fairtrade Deutschland, sich zu einem Verein zusammenzuschließen. Rainer Bertsch und Johannes Schockenhoff waren unter anderem die treibenden Kräfte, dass Ludwigsburg im Jahr 2011 und Bietigheim-Bissingen im Jahr 2013 Fairtrade-Städte wurden.

Was als "Start-up" 1992 begann, ist heute zu einer globalen Bewegung gewachsen. Viele Produkte sind inzwischen mit dem Fairtrade-Siegel nahezu in allen Supermärkten erhältlich. Das Fairtrade-Siegel erreicht in Deutschland eine Bekanntheit von nahezu 90 Prozent. Diese Initiative ist unter anderem zwei Ludwigsburger Studenten zu verdanken. Fairtrade Deutschland begrüßt diese Impulse aus Ludwigburg und würdigt dieses Engagement in der folgenden Videobotschaft.

von links: Johannes Schockenhoff, Anette Hochmuth, Erste Bürgermeisterin Renate Schmetz, Regina Schockenhoff, Rainer Bertsch

In einem Interview mit der Fairtrade-Agendagruppe erzählen sie über ihre Beweggründe sich auch heute noch für den Fairen Handel zu engagieren.

10 Jahre Fairtrade-Stadt Ludwigsburg 2021

Fairtrade - Wir sind dabei!

Ludwigsburg erfüllte weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns-Kampagne und trägt weiterhin wieder stolz den Titel „Fairtrade-Stadt“. Diese Auszeichnung wurde ihr zum ersten Mal im Jahr 2011 durch TransFair e.V. verliehen. Seitdem hat Ludwigsburg das Engagement kontinuierlich weiter ausgebaut und ist die 36. von mittlerweile über 720 Fairtrade-Städten in Deutschland. Das globale Netzwerk umfasst sogar mehr als 2.000 Städte in insgesamt 36 Ländern.

Jubiläumsauftakt online

Der Geschäftsführer Dieter Overath von Transfair e.V. überreicht der Stadt die Urkunde mit einer Videobotschaft. Der Erste Bürgermeister Konrad Seigfried dankt allen Aktuerinnen und Akteuren für ihr über 10 Jahre anhaltendes Engagement.

Das Video wurde von Studenten der Filmakademie erstellt. Wir danken ScalaTV für die großartige Unterstützung.

Nachhaltig verankert im alltäglichen Leben von Stadt und Verwaltung

Die Fairtrade-Agendagruppe hat die Fairtrade-Towns-Kampagne in Ludwigsburg auf den Weg gebracht. Viele lokale Akteure aus Politik, Stadtgesellschaft und Wirtschaft arbeiten heute zusammen für das gemeinsame Ziel. Das eigene Handeln und Wirtschaften langfristig auf Nachhaltigkeit auszurichten, bleibt eine große Herausforderung. Ein wichtiger Schritt voran in der Ludwigsburger Stadtverwaltung war 2018 die Ausrichtung ihrer Kommunalen Beschaffung an Nachhaltigkeitskriterien und dem „Cradle-to-cradle“-Prinzip.

Anlässlich der Ausstellung "10 Jahre Fairtrade-Stadt Ludwigsburg" im Februar 2021 haben sich viele Menschen in Ludwigsburg mit einem Statement zur Kampagne "Fairtrade - ich bin dafür..." (1,8 MB) beteiligt.

Plakat Menschen und Stimmen der Fairtrade-Stadt

Ausstellung und Kampagne

Drei Plakate der Fairtrade-Kampagne auf Ständern nebeneinander gestellt

Ausstellung "10 Jahre Fairtrade-Stadt Ludwigsburg: Bedeutung, Aktionen, Entwicklungen, Perspektiven".

Zahlreiche Jubiläums-Bierdeckel auf einem Tisch, Jubiläumskampagene "Fairtrade- Wir sind dabei!"

Der Faire Handel ist fest in der Stadt verankert. Seine Wirkung reicht in viele Lebensbereiche hinein, betrifft uns alle und sie wird greifbar mit dem Bezug zu den Nachhaltigkeitszielen der UN.

Downloads

Fairer Einkaufswegweiser

Lokal Fair Nachhaltig

Stilisierter Korb mit Einkäufen

Hier geht’s zur Datenbank für Fairen Handel.

Illustration zu Fair produzieren

Wie wird produziert? Das solllten Sie beim Kauf fair gehandelter Produkte wissen!

Illustration zu Faire Produkte erkennen

Was verbirgt sich hinter den bunten Labels und gutklingenden Standards?

Illustration zu dein Engagement lokal

 – das gibt es schon….links zu Aktionen, Plattformen, Gruppen….

Grafiken: FORMENformen, Brigitte Braun

Faire Produkte mit Ludwigsburg-Label

Ludwigsburger Barock-Kaffee

Fair genießen bei der Fairen Kaffeetafel

Alljährlich wird der Ludwigsburger Barock-Kaffee bei der Fairen Kaffeetafel im Rahmen des Interkulturellen Festes auf dem Marktplatz Ludwigsburg angeboten. Die Faire Kaffeetafel, die in Kooperation mit dem Weltladen Ludwigsburg und vielen Initiativen organisiert wird, feierte 2019 ihr 15-jähriges Bestehen und ist zur Tradition in Ludwigsburg geworden. 

Seit 1993 arbeiten Weltläden und Dritte Welt Initiativgruppen aus Baden-Württemberg zusammen, um ein Kleinbauern-Projekt in den peruanischen Anden zu unterstützen. Die Gruppen unterstützen die Finanzierung von Agrar-Projekten und Schulungsprogrammen für die Kleinbauernfamilien in der dort stark vernachlässigten Region im Norden von Peru.

Die Qualitäts- und Ertragssteigerung, die eigene Vermarktung des ökologisch zertifizierten Kaffees über den Fairen Handel und die Steigerung der eigenen Wertschöpfung vor Ort sind maßgebliche Ziele des Projektes. Der Ausbau von Gesundheitszentren, dem Anlegen von Gemüsegärten oder Bibliotheken und vielem mehr stehen für den integrativen nachhaltig wirksamen Ansatz des beispielhaften Projektes.

Im Jahr 2000 erklärte die Gepa (Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt) den Pidecafé zum offiziellen "Agenda 21- Kaffee". So wurde 2003 auch von der Lokalen Agenda Ludwigsburg der fair gehandelte und ökologisch angebaute Kaffee als "Ludwigsburger Barock-Kaffee" und der alljährlich stattfindenen "Fairen Kaffeetafel" eingeführt.

Den "Ludwigsburger Barock-Kaffee" - fair gehandelt, ökologisch angebaut und von bester Qualität erhalten sie bei:

  • Bäckerei Raab, Pflugfelder Str. 2
  • Gärtnerei Grabenstein, Brucknerstr. 16
  • Reformhaus Kaliss, Wilhelmstr.
  • Spar-Kiwi, Oßweil, Friesenstr. 4
  • Dobler Milchbauernhof, Stammheimer Str. 51
  • Tourist Info, Eberhardstr. 1
  • Weltladen, Stadtkirchenplatz 1

Reise nach Peru zum Ludwigsburger Barock-Kaffee

Im Sommer 2016 machte sich eine Delegation aus Baden-Württemberg, darunter auch zwei Vertreterinnen aus Ludwigsburg, auf den Weg nach Peru. Sie überzeugten sich vor Ort, wie der Faire Handel im Anbaugebiet des "Barock-Kaffees" wirkt.

Kaffebauern in Peru machen auf sich aufmerksam

Ludwigsburgs faire Schokoladenseite

Fairtrade-Stadt -Schokolade vor Ort hergestellt

Der lokale Handel, engagierte Freiwillige und die Stadtverwaltung haben „Ludwigsburgs faire Schokoladenseite“ entdeckt: Traumhaften Schokoladen-Genuss mit gutem Gewissen verspricht die Stadtschokolade. Dahinter steckt die Idee, das Thema „Faire Beschaffung“ weiter in den Mittelpunkt zu rücken und somit den Fairen Handel kontinuierlich zu stärken.

Initiiert von der Ludwigsburger Fairtrade-Agendagruppe und der Stadtverwaltung stellt das Traditionsgeschäft Confiserie Luckscheiter diese Schokolade her. Es bezieht dazu fair gehandelte Schokolade-Kuvertüre aus Belgien und kreiert daraus die Ludwigsburger Fairtrade-Stadt-Schokolade. Damit erhalten kleinbäuerliche Kakao-Produzenten in Afrika und Südamerika mehr Absatzmöglichkeiten für ihre Kakaobohnen und werden gezielt gestärkt. Global gedacht – lokal gemacht gilt auch für die Verpackung, hergestellt von einer ortsansässigen Firma.

Zum Seitenanfang