Gedenktag für gewaltbetroffene Frauen

10. März 2025 - Ludwigsburger Gedenktag für Mädchen und Frauen, die Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt waren, sind und werden 

Am 10. März jährt sich der Ludwigsburger Gedenktag für Mädchen und Frauen, die Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt waren, sind und werden zum ersten Mal.

Mit der Einführung dieses Gedenktages hat die Stadt im Jahr 2025 ein bundesweit einzigartiges Instrument der Gewaltprävention im Sinne der Istanbul-Konvention initiiert und entsprechend viel Aufmerksamkeit bekommen.

Auch im Jahr 2026 gedenkt die Stadt wieder den gewaltbetroffenen Frauen und Mädchen. Der gewaltpräventive Impuls soll von möglichst vielen Menschen wahrgenommen werden. Zudem sind Entscheidende in Schlüsselpositionen erneut aufgefordert, den Ludwigsburger Gedenktag live mitzuerleben, selbst aufzugreifen und in der eigenen Kommune umzusetzen.
In diesem Jahr ist vorgesehen, dass die Stadtverwaltung wieder mit Trauerflor beflaggt wird und dass Mitarbeitende und Interessierte an der Zeremonie auf dem Rathaushof teilnehmen. Es wird eine Ansprache durch Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht geben, ebenso eine gemeinsame Schweigeminute.

Das Datum 10. März wurde sehr bewusst gewählt. Über die Nähe zum 11. März erfährt das Gedenken an die Opfer geschlechtsspezifischer Gewalt eine adäquate Einordnung. Seit dem Jahr 2022 begeht die Bundesregierung den Gedenktag für die Opfer terroristischer Gewalt und greift damit auf nationaler Ebene an den Europäischen Gedenktag für die Betroffenen terroristischer Gräueltaten weltweit auf. Zunehmend mehr Staaten bewerten geschlechtsspezifische Gewalt inzwischen als eine Form von Extremismus bzw. als terroristische Gewalt, d. h. als verfassungsfeindliche Bestrebung und zentrale Bedrohung für die Demokratie. Darüber hinaus soll über ein würdiges und empathisches Gedenkzeremoniell auch die Situation der Betroffenen weiter in den Fokus der breiten Öffentlichkeit gerückt werden.

Detaillierte Informationen zum zeitlichen Ablauf am 10. März erfolgen in Kürze im Veranstaltungskalender.

Rückblick 2025

Weitere Infos

Ende 2023 wertete ein Gericht in Kanada den Frauenmord eines zum Tatzeitpunkt 17-Jährigen als terroristischen Akt und verhängte eine lebenslange Haftstrafe. Der richterlichen Begründung zufolge habe der Täter die Botschaft senden wollen, dass er Frauen hasse. 

Im August 2024 kündigte die britische Innenministerin Yvette Cooper die Überarbeitung der britischen Strategie zur Terrorismusbekämpfung an, um extreme Frauenfeindlichkeit künftig als eine Form von Extremismus behandeln zu können.

In Stuttgart stellten am 25.03.2025 die Fraktionen nun den Antrag, dass sich die Stadt Stuttgart dem Gedenktag nach dem Vorbild der Stadt Ludwigsburg anschließt.

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