Männer und Frauen - Rollenbilder

„Junge oder Mädchen“ ? Dies ist die erste Frage, wenn ein Kind auf die Welt kommt.

Mit dieser Frage werden Menschen bestimmte Eigenschaften zugeschrieben. Jungs sind laut, spielen gerne mit Autos, machen eine technische Ausbildung und werden Haupternährer der Familie. Mädchen sind schüchtern, spielen mit Puppen, erlernen einen sozialen Beruf und arbeiten in Teilzeit. Diese Zuschreibungen schränken eine selbstbestimmte Entwicklung der Menschen ein. Leider führen sie auch zu Diskriminierung und Benachteiligung.

Die Gleichstellung der Geschlechter kann nur erreicht werden, wenn Rollenbilder nicht klischeehaft verwendet werden.

Ziel ist es, in Sprache, Werbung, Bildung, Berufsorientierung, Sport und im täglichen Handeln keine klischeehaften Rollenbilder zu verwenden.

Ludwigsburger Stadtgestalterinnen

Ludwigsburger Stadtgestalterinnen

Buchcover Ludwigsburger Stadtgestalterinnen
@Illustratorin: Saliha Soylu
  • Lesen Sie hier weiter, wenn Sie mehr über die Ludwigsburger Stadtgestalterinnen erfahren möchten.

Nimm Platz und sprich mit Lebendigen Büchern

Nimm Platz und sprich mit Lebendigen Büchern

Unterhaltung von 2 Frauen auf Stühlen sitzend
@Stadt Ludwigsburg

Am Samstag, 07.05.2022 fand erstmalig auf dem Rathausplatz eine Kooperationsveranstaltung der Gleichstellungsbeauftragten und der Stadtbibliothek mit dem Titel "Nimm Platz und sprich mit Lebendigen Büchern" statt.

Das Format ist inspiriert von der „Human Library“-Bewegung, die in Dänemark im Jahr 2000 durch den Journalisten und Aktivisten Ronni Abergel entstanden ist. „Unjudge someone“, also „Enturteile jemanden“, ist das Motto der Organisation. Gemeint ist, sich von Vorurteilen und Stereotypen zu befreien, die oft den Blick auf andere Menschen prägen. Es geht darum, Menschen mit unterschiedlichsten Hintergründen in Verbindung zu bringen, um gegenseitiges Verständnis und Begreifen zu fördern.

Insgesamt 13 Menschen mit ungewöhnlichen Lebensgeschichten sind in die Rolle von Lebendigen Büchern geschlüpft. Diese Lebendigen Bücher sind Menschen, die anderen Mut machen können. Sie sind abseits gängiger Stereotype mutig ihren Weg gegangen. In kurzen Gesprächen mit den Lebendigen Büchern konnte man ungewöhnliche Biografien kennen lernen, Neues erfahren und seine Sicht auf andere Blickwinkel öffnen.

Diese Lebendigen Bücher waren dabei: 

Petra Brandenburger

Feuerwehrfrau
@Privat

Mitten im Leben mehrere Feuer löschen

Sie probiert sich aus, wo andere es eher ruhig angehen mögen, macht eine Ausbildung zur Feuerwehrfrau und nimmt dort ganze Autos auseinander.

Die Feuerwehr hat Petra Brandenburger schon als Kind fasziniert. Und nachdem die eigenen Kinder erwachsen sind, hat sie endlich Zeit sich dort ehrenamtlich zu engagieren.

Außerdem gibt es ein gutes Gefühl, anderen zu helfen und macht glücklich.

Xenia Busam

Frau
@Studioline

Von der Karrierefrau zur neuen Berufung

Aus dem Wirtschaftsalltag zur Märchenerzählerin: eine organische, allmähliche und sehr spannende Entwicklung in eine andere Berufung hinein.

Vorher: Erwachsenenbildung für Studierende (Kommunikation, Moderation, Präsentation) und Jetzt: entgegen des Trends "höher, schneller, weiter" in die Ruhe der Erzählmagie und des selbstbestimmten Lebens hinein.

Mandy Pierer

Frau
@Privat

Inklusionsmanagerin

Für ihren Sohn konnte sie kein angemessenes Sportangebot finden - so übernahm sie kurzerhand mit ihrem Mann Marcel die Rollstuhlsport-Abteilung des MTV Stuttgart.

Nun ist sie  württembergweit die erste hauptamtliche Inklusionsmanagerin in einem Sportverein. Im Tragwerk - Verein für Chancengleichheit - setzt sie sich auch in Ludwigsburg für die Inklusion ein und moderiert mit Charme und Herz die Reihe "Inklusiv  das Magazin" bei Scala TV.

Jutta Schultz

4 Frauen
@Privat

Traumverwirklichung anstatt Arbeitslosigkeit

Ein Traum wurde wahr, die eigene Buchhandlung. 

Vier Frauen waren von Kündigungen bedroht und dann passierte die Verwirklichung eines Lebenstraums. Die Eröffnung einer eigenen Buchhandlung, welche die kleine Auszeit vom Alltag bietet und die Freude am Buch mit stets zugewandter Beratung.

Deborah Schulze & Tabea Lerch

2 Frauen
@Privat

Online-Stadtmagazin »Hallo Ludwigsburg« & Pop·up Space 

Was sie vermissten, gründeten sie einfach selbst:

Seit 2019 berichten sie digital über Locations, Events und Menschen. 

2021 brachten sie das Wimmelbuch »In Ludwigsburg wimmelts« im Eigenverlag heraus.

2022 eröffneten sie den Pop·up Space für Produkte regionaler Labels, Kreativ-Workshops und als Workspace fürs Onlinemagazin — wofür ihnen der Preis der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart »Creative Spaces« verliehen wurde. 

Mit #popupimschloss richteten sie die erste Messe im Schloss Ludwigsburg aus. 

Georg & Maximilian Ivancic

Mann
@Privat

Familienunternehmen mit 3 Generationen

Ein Familienunternehmen mit drei aktiven Generationen zu führen ist bereits eine Herausforderung. 

Wenn es ein Bestattungsunternehmen ist, ist das nicht die Einzige. Wie lässt sich die nächste Generation für diesen Beruf begeistern? 

Georg und Maximilian Ivancic haben diese Herausforderung angenommen.

Sie begleiten Menschen im Trauerfall und gestalten einen würdevollen, individuellen Abschied - das ist ihr Beruf.  

Heike Hager

Frau
@Privat

Von Beruf Multitalent

Nach jahrelanger Tätigkeit als Buchhalterin kam Heike Hager zur Schreinereiausbildung, wurde ambitionierte Hobby-Fotografin, Stadtimkerin, Fahrradreisende, Mutter und Oma. 

Heike Hager steht nie still und ist trotzdem die Ruhe selbst. Sie sucht neue Herausforderungen, ist Autodidaktin und handelt außerhalb traditioneller Rollenerwartungen... und im Büro arbeitet sie auch immer noch.

Ikenna Igbokwe

Mann
@Privat

Allroundtalent, das seine Chancen zu nutzen weiß

Ikenna Igbokwe ist bereits als Kind 3x pro Woche in die Bibliothek, und hat sich auch deswegen dazu entschlossen Informationswissenschaften an der Hochschule der Medien Stuttgart  zu studieren. 

Im Moment ist er Praktikant in der Stadtbibliothek Ludwigsburg, nebenbei hat er sich seit einem Jahr selbstständig gemacht als Video-Cutter und -Streamer, … eine Streetwear-Marke ist in Planung.

Da er ein Allroundtalent ist, bleibt es spannend, wo der Weg hin führt. 

Katrin Hild

Feuerwehrfrau
@Stadt Ludwigsburg

Beruf Brandschutzingenieurin – Berufung Feuerwehr

Aufgewachsen ist Katrin Hild in der Nähe des Feuerwehrhauses in Poppenweiler - heute ist sie Gruppenführerin der Feuerwehr Ludwigsburg Abteilung Poppenweiler. 

Ihre Karriere als Feuerwehrfrau begann sie bei der Jugendfeuerwehr. Damals als einziges Mädchen.

Dabei geblieben ist sie, um mit Anderen gemeinsam zu helfen und viel über das eigene Leben zu lernen.

Ben Kruska

@Privat

Wollte viel mit Menschen zu tun haben

Ben Kruska wollte immer viel mit Menschen zu tun haben. Er spielt mehre Musikinstrumente, die sich optimal in seiner Ausbildung zum Erzieher mit einsetzen lassen. 

Durch die Ausbildung lernt er Holz zu schnitzen und andere praktische Dinge.

Was er besonders mag ist persönliche Weiterentwicklung durch Fächer wie Psychologie, Soziologie, die sich direkt im Umgang mit den Kindern praktisch umsetzen lassen.

Franck Holoch

@Privat

Durch Zufall oder glückliche Umstände den passenden Beruf 

Frank Holoch hat durch Zufall oder glückliche Umstände den passenden Beruf gefunden: Erzieher in der Ludwigsburger Kita Villa Kinderbunt und im Naturspielraum West. 

Hobby und Beruf verbinden das geht: seine Begeisterung für Fußball kann er auch mit Kindern ausleben und einen neuen Job hat er auch. Er ist jetzt Jungimker im Naturspielraum.

Durch einen situationsorientierten Erziehungsansatz weiß er das Leben zu nehmen wie es ist.

Könnte Ihre Biografie auch für die Aktion "Lebendiges Buch" interessant sein? Gerne merken wir Sie für die nächste Veranstaltung vor. Schreiben Sie uns dafür eine E-Mail

Klischeefreie Berufswahl - Girls'Day/ Boys'Day

Klischeefreie Berufswahl

Girls'Day - Der Mädchen-Zukunftstag

Logo vom Mädchen-Zukunftstag Girls Day

Am 28.04.2022 fand der bundesweite "Girls'Day", der Mädchen-Zukunftstag, mit vielen digitalen und Präsenz Angeboten statt. Er ermöglicht interessante Einblicke in Technik, IT, Naturwissenschaften und Handwerk. An diesem Tag öffnen Unternehmen, Betriebe, Behörden und Forschungseinrichtungen jedes Jahr ihre Türen für interessierte Schülerinnen der Klassen 5-10.

Der nächste Girls'Day findet am 27.04.2023 statt. Die Angebote sind ab ca. Dezember 2022 über den Girls'Day Radar zu finden.

  • Informationen unter www.girls-day.de
  • Angebote unter  Girls'Day Radar
  • Was sind Girls'Day Berufe? Hier erhältst du einen Einblick in die Berufeliste (461 KB). Zu einigen Berufen kannst du dir sogar Videos über YouTube anschauen.

Boys'Day - Der Jungen-Zukunftstag

Logo vom Jungen-Zukunftstag Boys Day

Am 28.04.2022 fand der bundesweite "Boys’ Day", der Jungen-Zukunftstag, mit vielen digitalen und Präsenz Angeboten statt. Jungen können jährlich am Boys'Day Berufe kennen lernen, die sie sonst eher selten in Betracht ziehen, zum Beispiel in den Bereichen Erziehung und Soziales, Gesundheit und Pflege. Außerdem stehen Aktionsangebote zu den Themen Lebensplanung und soziale Kompetenzen bereit.

Der nächste Boys'Day findet am 27.04.2023 statt. Die Angebote sind ab ca. Dezember 2022 über den Boys'Day Radar zu finden.

Weitere Informationen zum klischeefreien Leben und Arbeiten

Sprache

Sprache prägt unser Handeln. Durch Sprache entstehend Bilder und Vorstellungen.

Bei geschlechtersensibler Sprache geht es darum alle Geschlechter sichtbar zu machen. Also Bürgerinnen und Bürger statt nur Bürger zu sagen.

Auch Rollenvorstellungen werden durch Sprache sichtbar.

Gendermarketing

Klischees werden in der Werbung oft wiederholt und verstärken so die Rollenbilder.

Frauen kaufen Kleidung und Männer gehen in den Baumarkt.
Frauen interessieren sich für Dekoration, Männer für Tecknik.

Aber ist das denn tatsächlich so?

Männer und Väter

Vater und Sohn beim gemeinsamen Angeln
Bild: fotolia_M_nadezhda1906

Männer und Väter finden in der Linksammlung und in den Downloads weitere Informationen zu den verschiedensten Themen. Viel Spaß beim lesen!

Kennen Sie einen Link, der für andere Männer und Väter nützlich ist? Gerne dürfen Sie diesen unter gleichstellung@ludwigsburg.de der Gleichstellungsbeauftragten Judith Raupp melden.

Weitere Informationen

Downloads

Alltags-Sexismus

Laut einer Pilotstudie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen & Jugend weiß jeder etwas mit dem Begriff Sexismus anzufangen. Wenngleich es ganz unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, was genau darunter verstanden wird. Ebenso unterschiedlich fallen auch die Erfahrungen mit Alltagssexismus aus. Sexismus zeigt sich im Alltag in vielen Facetten.

Was Sexismus bedeutet: Sexismus bezeichnet eine Situation oder eine Tat, in der eine Person oder ein Geschlecht erniedrigt und objektiviert wird. Sei es beispielhaft durch die Reduzierung einer Person auf ihr Äußeres. Darüber hinaus wird die Freiheit, Würde und der der Wille der Person nicht respektiert. Demnach kommt Sexismus einer vorübergehenden ‚Entmenschlichung‘ gleich.

Die Gründe für Sexismus gestalten sich vielseitig: Häufig findet sich Alltagssexismus in Gruppen, in denen sich Personen sozial profilieren wollen. Doch auch zur sexuellen Luststeigerung wird Sexismus im Alltag betrieben, sodass Personen für die eigenen Zwecke instrumentalisiert werden. Betroffene Personen werden zum Sexobjekt. Nicht unwesentlich sind zuletzt sogenannte Dominanz- und Machtgebaren, die darauf abzielen, die betroffene Person herabzuwürdigen.

Sexismus ist omnipräsent. Viele Menschen sind schon einmal bewusst oder unbewusst einer sexistischen Situation ausgesetzt gewesen sein. Dazu zählen face-to-face Gespräche, Telefonate, Kommunikation in sozialen Netzwerken, Werbespots und vieles mehr.

Alltagssexismus zeigt sich in ganz unterschiedlichen Situationen und unterschiedlichen Ausprägungen. Besonders entscheidend ist, dass es kein einheitliches Maß gibt, ab wann etwas als sexistisch gilt. Die Bewertung der Situation ist relevant dafür, ob etwas überhaupt als Sexismus verbucht wird.

Sieht die eine Person den starrenden Blick noch als harmlos an, könnte eine andere Person sich davon bereits belästigt und herabgewürdigt fühlen. Außerdem ist immer auch die Absicht der vermeintlich sexistischen Person und das Verhältnis der Personen untereinander nicht zu vernachlässigen.

Auch Männer erfahren im Alltag Sexismus. Allerdings um 18 bis 35 Prozent seltener als Frauen. 
Von den Frauen in der Altersklasse von 25 bis 34 Jahren geben in der Pilotstudie ganze 64 Prozent an, bereits Sexismus im Alltag ausgesetzt gewesen zu sein. Die Zahlen sind gegenüber älterer Generationen stark angestiegen: Gründe hierfür werden sowohl im Anstieg sexistischer Übergriffe, als auch in einer höheren Sensibilität vermutet.

Fakt ist, Frauen sind regelmäßig sexistischen Situationen im Alltag ausgesetzt. Doch nicht immer werden solche überhaupt ernst genommen, geschweige denn als negativ empfunden. Nicht selten wird darüber hinweggelächelt, die Situationen werden ignoriert und emotional verdrängt.

Zukünftig gilt: Sexismus im Alltag ist nicht zu dulden. Wer sich gegen Sexismus zur Wehr setzt, möchte niemanden etwas wegnehmen, sondern die Gesellschaft bereichern: um eine Kommunikation auf Augenhöhe.
Das Thema Sexismus ist kein Tabu . Offen über problematische Dinge zu sprechen kommt einer Ermächtigung gleich. Schlussendlich geht es darum, dass wir Alltagssexismus zukünftig empowert entgegentreten. 
Wie und mit welchen Strategien das geschieht, liegt bei jedem selbst.

Zu wenig Frauen in Führungspositionen

Frauen sind in Führungspositionen in Baden-Württemberg nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Dies gilt für die Privatwirtschaft, den Öffentlichen Dienst und auch die Politik. Dabei spielt es offenbar keine Rolle, wie stark sie in der Belegschaft vertreten sind bzw. welchen Anteil sie unter allen Mitbewerber*innen haben.

Frauen tragen vor allem dann Führungsverantwortung, wenn sie außerhalb von Großbetrieben arbeiten und in Teilen des Dienstleistungsbereichs bzw. im Handel tätig sind oder im Vergleich zu Männern möglichst hohe Bildungsabschlüsse erworben haben. Mehr Führung übernehmen Frauen zudem, wenn sie in einem Bundesland leben, das hinsichtlich des Familien- und Frauenbildes weniger traditionell geprägt ist und in dem eine bedarfsgerechte Betreuung von Kindern (in Kitas) vorhanden ist.

Es zeigt sich die Notwendigkeit, das bisher bestehende, männlich konnotierte Führungsverständnis ebenso auf den Prüfstand zu stellen wie das Verständnis von Elternschaft und Sorgearbeit. Politik, Arbeitgeber*innen und Gesellschaft können Frauen dabei unterstützen, ihre Karrierepläne zu verfolgen, indem sie branchenübergreifende Frauenquoten fordern und realisieren, innovative Führungsmodelle bieten sowie die Vernetzung von Frauen fördern und (Rollen-)Vorbilder sichtbar machen.

Zu wenig Frauen in der Politik

Gemeinsam mit anderen Menschen etwas bewegen, Einfluss auf Entscheidungen ausüben, die eigene Kommune mitgestalten, den weiblichen Blick einbringen und die eigene Persönlichkeit weiterentwickeln - dies äußern Mandatsträgerinnen unter anderem, wenn sie nach ihrer Motivation für ihr kommunalpolitisches Engagement gefragt werden.

Was macht ihre Arbeit aus und warum lohnt es sich, kommunalpolitisch aktiv zu sein? Die porträtierten Frauen in der Broschüre „Mehr Frauen in die Kommunalpolitik! Ludwigsburger Gemeinderätinnen im Porträt“ erzählen, wie sie zur Kommunalpolitik gekommen sind, welche Motivation sie angetrieben hat und welche Unterstützung sie erhalten haben, aber auch welche Schwierigkeiten und Stolpersteine ihnen begegnen.

Die Broschüre möchte dazu anregen einzusteigen, mitzugestalten und den Schritt in die Kommunalpolitik zu wagen. Zum Zeitpunkt der Erstellung sind unter 40 Ludwigsburger Gemeinderätinnen und Gemeinderäten zwölf Frauen. Heute sind es 14 Frauen. Gefragt ist nach wie vor die stärkere Mitwirkung von Frauen. Und genau darum geht es: die Eindrücke und Erfahrungen des Alltags einzubringen – nicht ärgern, sondern einmischen, die Möglichkeiten der Mitgestaltung nutzen.

"Politik ist eine viel zu ernste Sache, als dass man sie alleine den Männern überlassen könnte." (Käte Strobel, Bundesministerin von 1966-1972) Denn Politik profitiert von den Erfahrungen, Kenntnissen und Fähigkeiten von Frauen und Männern. Diese betrachten kommunale Angelegenheiten aus unterschiedlichen Perspektiven. Demokratie braucht beide Sichtweisen – die der Frauen und der Männer.

Dennoch ist es kein Geheimnis: Frauen sind in der Politik unterrepräsentiert. Sie erscheinen auf den Wahllisten der Parteien häufig erst am Ende und geraten damit aus dem Blickfeld der Wählerinnen und Wähler.
Dabei könnten Frauen in ihrer Doppelfunktion als Betroffene und Expertinnen für Modelle, Familie und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen, einiges bewegen. Sie haben aufgrund ihrer Erfahrungen und vielseitigen Qualifikationen ein großes politisches Potenzial, das auch in die Räte der Gemeinden und Kreise gehört.

Kommunalpolitik entsteht in erster Linie dort, wo Politik direkt erfahrbar und nachvollziehbar wird. Bebauungspläne, Kinderbetreuung, Wirtschaftsförderung, öffentlicher Nahverkehr und vieles mehr gehen uns direkt an. Politik vor der Haustüre, so wurde Kommunalpolitik einmal beschrieben.

Ludwigsburg aus Frauenperspektive

Ludwigsburg aus Frauenperspektive

Ausstellungsprojekt im Stadtarchiv Ludwigsburg:

Berichte der Bundesregierung zur Gleichstellung

Kontakt und weitere Informationen

Judith Raupp

Gleichstellungsbeauftragte

Telefon (0 71 41) 9 10-29 08
Gebäude Wilhelmstraße 11
Raum A 103
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