Sternkreuzung wird endgültig zum Kreisverkehr

Die Tage des provisorischen Kreisverkehrs an der Sternkreuzung sind gezählt: Am Montag beginnen die Bauarbeiten, um den Kreisel dauerhaft einzurichten. Welche Auswirkungen hat das für die Verkehrsteilnehmenden und wie wird die Kreuzung nach dem Umbau aussehen?

Ansicht der provisorischen Sternkreuzung aus der Vogelperspektive. Im Kreisverkehr und in den anliegenden Straßen fahren mehrere Autos.
So sieht momentan noch der provisorische Kreisverkehr an der Sternkreuzung aus. (Foto: Benjamin Stollenberg)

Am kommenden Montag (26. Januar 2026) startet der Umbau der Sternkreuzung. Bis im Herbst wird dieser wichtige Knotenpunkt in der Innenstadt von einem provisorischen zu einem dauerhaften Kreisverkehr umgestaltet. Bereits im November wurde dafür die Schlangenskulptur des niederländischen Künstlers Auke de Vries von der Kreuzung abmontiert und zwischengelagert. Nun beginnen die eigentlichen Bauarbeiten, was nicht ohne Einschränkungen für den Verkehrsfluss bleiben wird.

Während des Umbaus wird der Verkehr durch eine provisorische Ampelanlage geregelt. Auf der südlichen Seite, also in und aus Richtung Stuttgarter Straße, wird die Kreuzung nicht mehr befahrbar sein. Die Wendemöglichkeit am U-Turn Stuttgarter Straße bleibt jedoch bestehen, um die Erreichbarkeit der Grundstückszufahrten zu gewährleisten. Auch ist der Kfz-Verkehr durch die Fahrzeugunterführung unterhalb der Sternkreuzung (Bundesstraße B 27) in beide Richtungen uneingeschränkt möglich.

Während des ersten Bauabschnitts, der etwa vier Monate dauert, werden die Fußgänger*innen mit Fußgängerampeln in der Wilhelmstraße und Schlossstraße um das Baufeld herumgeführt. Außerdem wird der Fuß- und Radverkehr in der Schorndorfer Straße bis zum Haupteingang des Blühenden Barocks geführt und verläuft dann weiter über die Königsallee sowie die Friedrich-Ebert-Straße.

Busspur in der Wilhelmstraße

Beim Busverkehr wird die regionale Linie 533 aus Richtung Stuttgarter Straße über den Karlsplatz und die Leonberger Straße zum Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) umgeleitet. Alle weiteren Buslinien verkehren wie gehabt, es muss jedoch mit Verzögerungen gerechnet werden. Um hier entgegenzuwirken, richtet die Stadt in der Wilhelmstraße eine eigene Busspur ein.

„Ganz ohne Einschränkungen und Unannehmlichkeiten werden die Bauarbeiten nicht ablaufen“, erklärt Bürgermeister Sebastian Mannl. „Natürlich versuchen wir, diese so gering wie möglich zu halten und haben uns dazu eng mit allen Beteiligten abgestimmt. Und es wird sich lohnen: Wir möchten an diesem zentralen Ort eine städtebauliche Aufwertung erreichen und die gefühlte Trennung zwischen Innenstadt und dem Schloss reduzieren.“

Kreisverkehr wird vergrößert

Bei den Umbauten wird der Außendurchmesser des Kreisverkehrs auf 32 Meter vergrößert. Für die Zu- und Ausfahrt des Kreisels sind zusätzliche, erhöhte Einengungen vorgesehen, um hier die Geschwindigkeit des Verkehrs zu reduzieren. Busse werden in den Zufahrten der Wilhelmstraße, der Schlossstraße und der Schorndorfer Straße Sonderfahrstreifen bekommen. Diese Fahrstreifen bieten Einsatzfahrzeugen außerdem die Möglichkeit, mit geringem Zeitverlust am Stau vorbei den Kreisverkehr zu durchfahren.

Zwischen Fahrbahnen und Fußwegen fungieren Grünflächen als Trennelemente. Der Radverkehr wird auf einem separaten Weg gegen den Uhrzeigersinn um den Kreisel geführt. Aufgrund neuester Erkenntnisse aus der Unfallforschung wurde der Radweg möglichst nahe an die Kreisfahrbahn gelegt, um eine ständige Sichtbeziehung zwischen Kraftfahrzeugen und Radverkehr zu ermöglichen. (Karin Brühl)

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