Stellungnahme OB Dr. Knecht zum Urteil des Landgerichts Stuttgart wegen des tödlichen Unfalls in der Schwieberdinger Straße
Zwei unbeteiligte junge Frauen, Merve und Selin, waren am 20. März 2025 durch ein illegales Autorennen in der Schwieberdinger Straße in Ludwigsburg ums Leben gekommen. Seit Anfang Dezember wird der entsprechende Prozess gegen drei Angeklagte vor der 19. Großen Strafkammer am Landgericht Stuttgart verhandelt. Am gestrigen Dienstag hat das Gericht das Urteil verkündet.
„Ich bin nach wie vor tief bestürzt über diese furchtbare Tat. Der tragische Verlust, den die Familien von Merve und Selin erleiden mussten, bewegt mich sehr“, erklärt dazu Ludwigsburgs Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. „Nun sind die Beteiligten zur Rechenschaft gezogen worden. Das Gericht ist im Falle des Hauptangeklagten und seines Bruders dem Antrag der Staatsanwaltschaft gefolgt. Das Urteil kann den betroffenen Familien hoffentlich bei der Bewältigung und Verarbeitung ihrer Trauer helfen – ihre Kinder, die sie so sehr vermissen, bringt es jedoch nicht zurück.“
„Illegale Autorennen sind verantwortungslos und gesellschaftlich absolut inakzeptabel“, betont Knecht. „Dem entgegenzuwirken ist eine Aufgabe, der wir uns in allen Bereichen der Gesellschaft mit aller Konsequenz stellen müssen – in den Familien, in den Vereinen und in den staatlichen Institutionen. Diese Verantwortung gilt es jeden Tag aufs Neue wahrzunehmen. Autorennen dürfen niemals gefeiert, sondern müssen mit aller Konsequenz geächtet werden.“
Abschließend erklärt der Oberbürgermeister: „Den beteiligten Richterinnen und Richtern zolle ich großen Respekt. Sie hatten einen juristisch wie emotional äußerst komplexen Fall zu bewältigen und eine Entscheidung zu treffen, die der Schwere der Tat gerecht wird.“