Arena Ludwigsburg

Schwieberdinger Strasse 30, 71636 Ludwigsburg


Neubau

Projektdaten

Bauherrin: Stadt Ludwigsburg
Entwurf Fassade: Bottega + Ehrhardt, Stuttgart
Projektsteuerung: Drees & Sommer AG, Stuttgart
Entwurf, Planung, Abwicklung: BAM AG, Stuttgart
Baukosten: circa 21 Millionen Euro
Bauzeit: 2008 bis Oktober 2009

Projektbeschreibung

Hülle aus textiler Membran

Die Gebäudehülle des quadratischen Baukörpers gliedert sich in drei Ebenen. Einer Sockelzone aus Sichtbeton auf Ebene des Spielfeldes, der darüber liegenden Glasfassade des Foyers sowie einem geschlossenen Fassadenbereich auf Rang- und Logenebene. Der hier vorgehängte, umlaufende Fries aus einer textilen Membran ist mit Sport- und Kulturpiktogrammen versehen. Eine in die Fassade integrierte LED-Wall bietet wechselnde Projektionen entlang der Schwieberdinger Straße.

Raumzuordnung und Konstruktion

Die Arena ist von allen Seiten her zugänglich. Der Haupteingang orientiert sich zu einem großzügigen Vorplatz mit direkter Anbindung an den Westausgang des Bahnhofs.
Dem Foyer und Umgang sind Kioske zur Essenversorgung zugeordnet. Von hier aus gelangen die Besucher über Mundlöcher in die Arena. Die großzügige Verglasung erlaubt Ein- und Ausblicke. Auf den oberen Ebenen befinden sich der Business-Club und Logen. Umgänge und Plätze für Rollstuhlfahrer sind barrierefrei von der Tiefgarage aus zu erreichen. Im Sockelgeschoss befinden sich Künstlergarderoben, Umkleiden für Sportveranstaltungen, Büros und Crew-Catering. Je nach Veranstaltung können die Räume flexibel genutzt werden.

Die Multifunktionshalle mit einer lichten Innenraumhöhe von circa 14,50 Metern bietet bis zu 6.500 Besuchern Platz und ist in Massivbauweise errichtet. Tragend sind Tribünenelemente, Decken und Stützen. Das Stahldachtragwerk besteht aus Fachwerkträgern, die die Lasten des System-Elementdaches quer abtragen.

Energiekonzept und kompakte Bauweise

Das sehr kompakte Bauwerk besitzt ein gutes A/V Verhältnis. Die natürliche Kühlung durch das umgebende Erdreich und die Fassadendämmung reduzieren die Aufheizung im Sommer. Die Wärmeerzeugung erfolgt größtenteils durch regenerative Rohstoffe. Die Grauwassernutzung mit einer Vorhaltung von Regenwasser für die WC-Bereiche ist eine weitere Besonderheit der Arena.