Kinder- und Familienzentrum Poppenweiler

Straße und Hausnummer, PLZ und Ort


Umbau und Neubau

Projektdaten

Bauherrin: Stadt Ludwigsburg
Projektsteuerung: Fachbereich Hochbau und Gebäudewirtschaft
Entwurf, Planung und Bauleitung: VON M GmbH, Stuttgart
Baukosten: circa 3,9 Millionen Euro
Bauzeit: November 2013 bis Mai 2015
Anerkennungen: Deutscher Architekturpreis 2017, Deutscher Holzbaupreis 2017
Auszeichnungen: Hugo Häring Auszeichnung 2017, "Beispielhaftes Bauen im Landkreis Ludwigsburg" 2013 - 2019

Projektbeschreibung

"Spielscheune"

Im historischen Ortskern von Poppenweiler haben die Architekten am Standort der ehemaligen Darlehenskasse durch Umnutzung und Erweiterung eines Wohnhauses das Konzept einer „Spielscheune“ für Kinder entwickelt. Das ehemalige Wohnhaus wurde durch einen Neubau ergänzt, der in fünf „Haus-Einheiten“ gegliedert ist. Hiermit gelingt die Aufnahme der Maßstäblichkeit und Einfügung in die Struktur der Umgebung. Der Baukörper liegt längs an der Erdmannhäuser Straße und schirmt so die nördlich davon liegenden Außenanlagen zur Straße hin ab.

Neuer Anbau

Der Altbau nimmt in der unteren Ebene die Räume des Familienzentrums auf. Darüber sind der Essens- und Schlafbereich der Kinder über 3 Jahre untergebracht, hierüber die Verwaltungsfunktionen der Einrichtung. Im Dachraum konnte ein Großteil der Gebäudetechnik (Lüftungsanlage) integriert werden. Der Neubau nimmt auf Gartenniveau die Bildungsräume für 30 Kinder unter drei Jahren, das zentrale Foyer, sowie einen Bewegungs- und Kleingruppenraum auf. Im Obergeschoss und den Galerien des Dachraums sind die Räume für 75 Kindergartenkinder untergebracht. Zwischen Bestands- und Neubau befindet sich ein neuer Erschließungskern mit Aufzug. Hierdurch werden sowohl die Geschosse des Bestandsbaus als auch die hierzu versetzten Geschossebenen des Neubaus barrierefrei erschlossen.

Energiesparende Holzbauweise

Der Neubau wurde als zweigeschossiger Holzbau auf einer Stahlbetonbodenplatte errichtet. Das Erdgeschoss schließt im Norden an das Gartenniveau an. Im Süden liegt es circa 1,50 Meter unterhalb des Geländes. Zwischen Erd- und Obergeschoss stellen großformatige Deckendurchbrüche eine Verbindung her. Holzlamellenfassade und die Metalldeckung der Dächer nehmen Bezug auf die umgebende Bebauung. Das energetische Niveau des Neubaus liegt 30 Prozent unter EnEV 2009. Das Gebäude verfügt über eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung.