Kindertageseinrichtung Reichertshalde, Hoheneck

Reichertshalde 51, 71642 Ludwigsburg


Erweiterung

Projektdaten

Bauherrin: Stadt Ludwigsburg
Entwurf und Projektsteuerung: Fachbereich Hochbau und Gebäudewirtschaft
Planung und Bauleitung: marcusbärarchitekten, Asperg
Baukosten: circa 1,7 Millionen Euro
Bauzeit: März 2014 bis September 2015

Projektbeschreibung

Winkelförmiger Anbau

Wegen der großen Nachfrage nach Betreuungsplätzen für Kinder unter 3 Jahren wurden im Stadtteil Hoheneck zwei Krippengruppen neu geschaffen. Hierfür wurde die bestehende Kindertageseinrichtung Reichertshalde 51 durch einen 1- geschossigen Erweiterungsbau um circa 450 Quadratmeter ergänzt. Zu den 50 Plätzen für Kinder von 3-6 Jahren im Bestand, kommen nun 20 Plätze für Kinder unter 3 Jahren im Neubau dazu.

Der winkelförmige Baukörper erstreckt sich entlang der Grundstücksgrenzen an der Reichertshalde und der angrenzenden öffentlichen Spielfläche und schließt direkt an das bestehende Gebäude an. Die Ausrichtung und Erschließung des Gebäudes erfolgte unter Einbeziehung der Bestandsbebauung und der Nachbarn des angrenzenden Wohngebietes.

Fassade aus Holz

Der neue Eingangsbereich ist so konzipiert, dass er als Windfang und als Abstellfläche für Kinderwagen genutzt werden kann. Weiterhin wird die Kindertageseinrichtung durch das Foyer in zwei Nutzungseinheiten gegliedert, in das Bestandsgebäude für die Betreuung der Kinder von 3-6 Jahren mit angegliedertem Verwaltungs- und Mitarbeiterbereich sowie in den Erweiterungsbau für die Betreuung der unter Dreijährigen.

Die Gruppenräume der Kinder unter 3 Jahren haben direkten Bezug und ebenerdigen Zugang zum neu gestalteten Freibereich. Durch die Ost-West-Orientierung werden Blickbeziehungen zum Bestandsgebäude und zum angrenzenden öffentlichen Spielplatz ermöglicht. Die Fassadenverkleidung des Neubaus mit ihren unterschiedlich breiten, honigfarben lasierten Schalungsbrettern bildet die spielerische Variante zur vorhandenen Holzverkleidung des Altbaus.

Energiesparende Bauweise

Das energetische Niveau des Neubaus wurde entspricht EnEV 2009 minus 30 Prozent. Neben einer gut gedämmten Gebäudehülle mit Dreifachverglasung erhielt der Erweiterungsbau eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung.