Digitale Veranstaltung mit Harald Welzer

Der Utopische Raum

Sonntag, 14. November 2021, 18 Uhr

Am Sonntag, 14. November 2021 moderiert Harald Welzer, Kurator der Ludwigsburger WORT WELTEN 2020 ab 18 Uhr die digital stattfinden Veranstaltung Der Utopischer Raum. Das als Teil des Literaturfestivals geplante Gesprächs-Format musste im letzten Jahr aufgrund der stark steigenden Inzidenzzahlen verschoben werden. Nun kann es digital nachgeholt werden.

Die Veranstaltung findet rein digital per Zoom statt. Der Link mit den Zugangsdaten zur Online-Veranstaltung wird am Tag der Veranstaltung via Mail verschickt.

Die Einwahl zur Veranstaltung ist kurz vor 18.00 Uhr möglich. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Das Leitthema „Übers Aufbrechen und Ausbrechen“ der Ludwigsburger WORT WELTEN 2020 aufgreifend, spürt Harald Welzer in der Reihe Der Utopische Raum Ideen und Zukunftsbildern nach, die zeigen, dass es auch anders geht. Dabei muss sich das Andere nicht auf Wunschdenken beschränken. Es lebt in Alltagsutopien, zeigt sich in Konzepten, die nur darauf warten, verwirklicht zu werden, und scheint in vielen gelebten Alternativen bereits konkret auf. Im Blick auf den erreichten Globalisierungsgrad müssten zudem Alternativen notwendig auch global gedacht und entfaltet werden.

Harald Welzer diskutiert hierzu mit seinem Publikum und seinen Gästen, zu denen der deutsche Psychologe und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Medico International, Thomas Gebauer, die Leiterin der Sans-Papier-Anlaufstelle Zürich, Bea Schwager und die Klima-Aktivistin Baro Vicenta Ra Gabbert zählen.

Harald Welzer, Kurator des Literaturfestivals Ludwigsburger WORT WELTEN 2020.
Harald Welzer, Fotograf: Jens Steingässer

Harald Welzer

Harald Welzer ist einer der streitbarsten Intellektuellen in Deutschland. Mit Witz und scharfsinnigen Argumenten engagiert er sich für eine bessere und offene Gesellschaft, für Nachhaltigkeit und Demokratie. Er ist Direktor von Futurzwei – Stiftung Zukunftsfähigkeit und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Daneben lehrt er an der Universität St. Gallen und an der ETH Zürich. In den Fischer Verlagen sind von ihm u.a. erschienen: Selbst denken (2013), Die smarte Diktatur. Ein Angriff auf unsere Freiheit (2016) und Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen (2019). Seine Bücher sind in 21 Ländern erschienen.

Baro Vicenta Ra Gabbert

Baro Vicenta Ra Gabbert studiert an der Bucerius Law School in Hamburg Jura und steht kurz vor ihrem ersten Staatsexamen. 2019 rief sie eine überparteiliche Hochschulgruppe zu Klima und Nachhaltigkeit ins Leben. 2020 gründete sie die „Climate Clinic“, in der sie gemeinsam mit anderen Student:innen, Anwält:innen und Professor:innen rechtliche Beratungen für Klimaaktivist:innen anbietet. Als Referentin, Moderatorin und Dozentin widmet sie sich schwerpunktmäßig den Themen Mediation und Klimaschutz durch Recht. Zudem ist sie Unterstützerin der Lawyers for Future.

Thomas Gebauer

Thomas Gebauer ist Psychologe und Kuratoriumsmitglied der Stiftung Medico International und war von 1996 bis 2018 ihr Geschäftsführer. Als Zivildienstleistender ist er Ende der 1970er Jahre zu Medico gekommen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen Fragen der internationalen Friedens- und Sicherheitspolitik und die sozialen Bedingungen globaler Gesundheit. Er erhielt 2014 die Goethe-Plakette, mit der die Stadt Frankfurt Persönlichkeiten des kulturellen Lebens würdigt.

Bea Schwager

Bea Schwager hat die Sans-Papiers-Anlaufstelle Zürich SPAZ aufgebaut und leitet diese seit 2005. Daneben ist sie Ko-Präsidentin des Vereins für die Rechte illegalisierter Kinder, welche die gesamtschweizerische Kampagne „Kein Kind ist illegal“ durchgeführt hat. Zuvor war sie während mehr als zehn Jahren als Ko-Geschäftsleiterin und Projektkoordinatorin in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit tätig. 2012 gab Sie das Buch „Wisch und Weg!“ heraus, indem politische Perspektiven zu irregulärer Migration und zu Care Arbeit im Privathaushalt gezeigt werden.

Ludwigsburger WORT WELTEN 2020

Übers Aufbrechen und Ausbrechen

Es ist wieder Zeit für Literatur in Ludwigsburg. Mit physischem Abstand und Hygienekonzept finden vom 16. - 18. Oktober 2020 zum ersten Mal die Ludwigsburger WORT WELTEN statt.
Als Weiterentwicklung des Literaturfestes und der 35. Baden-Württembergischen Literaturtage setzt das Festival neue Impulse für die Literaturszene in der Region und soll in den kommenden Jahren wiederkehrend und themenorientiert neue Wortwelten eröffnen.

Das diesjährige Leitthema „Übers Aufbrechen und Ausbrechen“ spannt einen Bogen zwischen gesellschaftlich relevanten Perspektiven für die Welt von Morgen und der Flucht in alternative Realitäten, Erzählungen oder Behauptungen.

Bei den diesjährigen Ludwigsburger WORT WELTEN erleben Sie Literatur, die neue Perspektiven und Gedankenräume öffnet und gleichzeitig unbequeme Fragen an das Heute und das Morgen stellt. Verhandelt wird das Leitthema in über 20 Veranstaltungen durch die Beiträge renommierter und national bekannter Autorinnen und Autoren sowie Literatinnen und Literaten aus der Region.

Die Veranstaltungen sind an drei Tagen an unterschiedlichen Orten im Stadtraum zu erleben und richten sich an Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburger aller Altersgruppen sowie an die regionale Literaturszene.

Die Ludwigsburger WORT WELTEN werden vom Fachbereich Kunst und Kultur der Stadt Ludwigsburg in Kooperation mit der Stadtbibliothek Ludwigsburg und der Volkshochschule Ludwigsburg präsentiert und von der Wüstenrot Stiftung gefördert.

Kurator Harald Welzer

Der Publizist und Soziologe Harald Welzer ist Kurator des Festivals.
Foto: Jens Steingässer

Harald Welzer, geboren 1958, ist Direktor von Futurzwei – Stiftung Zukunftsfähigkeit und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Daneben lehrt er an der Universität St. Gallen. Seine Bücher sind in 21 Ländern erschienen. Als Kurator der Ludwigsburger WORT WELTEN moderiert er am Samstag, 17. Oktober die Lange Nacht der Literatur. In Lesungen und Gesprächen verhandeln die Autorinnen und Autoren hier untereinander Literatur im Zeichen des Aufbruchs und des Ausbruchs. Beim Utopischen Raum am Sonntag, 18. Oktober diskutieren er und seine Gäste unter anderem über die Philosophie der neuen Protestformen und die Frage, wie sehr wir durch Fake News zu Komplizen der Macht werden.

Stadtschreiberin Ebru Nihan Celkan

Ebru Nihan Celkan trägt als zweite Autorin den Titel "Ludwigsburger Stadtschreiberin".
Foto: Aylin Alıveren

Neben ihrer Tätigkeit als Autorin und Dramatikerin unterrichtet Ebru Nihan Celkan dramatisches und performatives Schreiben an verschiedenen Universitäten und leitet Workshops zu den Themen Geschlechtergerechtigkeit und Diversität. In ihren Stücken setzt sie sich mit der urbanen Gesellschaft, deren Tabus und Missständen auseinander. Am Samstag, 17. Oktober wird Ebru Nihan Celkan ihre Texte und O-Töne aus Interviews mit Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburger an unterschiedlichen Orten in der Stadt vortragen und verlesen lassen. In diesen fragt sie nach der Sichtbarkeit von gesellschaftlichen Gruppen in der Stadt und deren Erfahrungen als Ludwigsburgerinnen und Ludwigsburger, die seit Generationen hier leben oder erst vor Kurzem angekommen sind.

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