Sexualisierte und häusliche Gewalt

Jede dritte Frau in Deutschland erfährt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt.

Projekte in Ludwigsburg gegen Gewalt

Projekte in Ludwigsburg gegen Gewalt

Umfrage zum Thema "Alltagssexismus"

In Kooperation mit dem Jugendgemeinderat hat die Gleichstellungsbeauftragte vom 19. Januar bis zum 6. Februar 2021 eine Online-Umfrage zum Thema Alltagssexismus durchgeführt. 
Insgesamt 644 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beantworteten Fragen zu den Themen gesellschaftliche Rollenbilder und Erfahrungen von sexueller Belästigung.

Istanbul Konvention

Mit der Ratifizierung der so genannten Istanbul Konvention durch die Bundesrepublik Deutschland ist das Abkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt an Frauen und Mädchen auch in Deutschland 2018 in Kraft getreten. Ziel dieser Konvention ist die umfassende Bekämpfung jeglicher Form von Gewalt an Frauen und Mädchen.

Gewalt im Netz

Für den neuen Welt-Mädchenbericht hat Plan International 14.000 Mädchen und junge Frauen in 22 Ländern der Welt zu ihren Erfahrungen in den sozialen Medien befragt und herausgefunden: Der Alltag von Mädchen und Frauen in den sozialen Netzwerken ist geprägt von Beschimpfungen, Drohungen, sexueller Belästigung, der Angst vor Demütigungen und häufig auch von Strategien, um solche Ereignisse zu vermeiden.

Dadurch können Mädchen und Frauen ihr Recht, sich sicher und frei in den sozialen Medien zu bewegen, nicht wahrnehmen. Das muss sich ändern! Helfen auch sie mit, die digitale Gewalt gegen Mädchen und Frauen einzudämmen.

Gewalt gegen Mädchen und Frauen

eine Frau ruft Wir brechen das Schweigen
Bild: www.hilfetelefon.de

Möchten Sie sich informieren oder sind Sie von Gewalt oder sexueller Belästigung betroffen? 

Informationen und Hilfsangebote

Downloads

Informationen zum Thema gewaltausübende Menschen

Durch die Arbeit mit gewaltausübenden Menschen leistet die Sozialberatung Ludwigsburg einen aktiven Beitrag zum Opferschutz. Erfahren Sie hier mehr über das Programm:

NEUES GESETZ seit 07.05.2021: Kindesmissbrauch und die Verbreitung sowie der Besitz von Kinderpornographie sind künftig Verbrechen! 

Verbreitung und der Besitz von Kinderpornographie sowie sexualisierte Gewalt gegenüber Kindern sollen als Verbrechen mit einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr geahndet werden. Auch die StPO wurde verschärft. Dringend schwerer Taten Verdächtige sollen grundsätzlich in Untersuchungshaft. Der Bundesrat hat trotz Kritik an der Gefahr der Stigmatisierung Jugendlicher dem Gesetz am 7.5.21 zugestimmt.

Belästigung am Arbeitsplatz - Initiative "Stärker als Gewalt"

Initiative "Stärker als Gewalt" - Gemeinsam gegen Sexismus

Logo zur Initiative "Stärker als Gewalt"
@eaf_berlin.de

Beschäftigte vertrauen ihrem Arbeitgeber gerade in Krisenzeiten als richtungsweisende Institution besonders stark. Eine klare Haltung gegen Sexismus, sexuelle Belästigung und sexualisierte Gewalt in jeder Form, trägt zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit und einer starken, respektvollen Unternehmenskultur bei – gerade auch in besonders herausfordernden Zeiten wie der Corona-Pandemie.

Die Corona-Pandemie hat in der Arbeitswelt vieles verändert. Sie hat zu großen Belastungen für viele Beschäftigten geführt durch Kurzarbeit, Homeoffice und Kinderbetreuung zuhause. Aktuell können viele Unternehmen und Institutionen nun nach und nach wieder in einen Normalbetrieb übergehen, das Homeoffice wird aber vielerorts gleichermaßen fester Bestandteil der Arbeitskultur bleiben. Beschäftigte in allen Arbeitsplatzkonstellationen vor Sexismus und sexueller Belästigung zu schützen, ist dabei eine besondere Herausforderung. Gleichwohl sind Arbeitgeber nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verpflichtet, ihre Beschäftigten vor sexueller Belästigung zu schützen.

Die Initiative „Stärker als Gewalt“ will deshalb Arbeitgeber und Beschäftigte ermutigen, Sexismus und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz genauso wie Anzeichen für Gewalt zuhause zuerkennen, hinzusehen und Übergriffen wirksam entgegenzutreten.

Jede dritte Frau, das heißt jede dritte Mitarbeiterin, jede dritte Kollegin, ist statistisch gesehen mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen. 41 Prozent der Frauen erleben aktuell sexistisches Verhalten am Arbeits- oder Ausbildungsplatz. Und auch männliche und diverse Beschäftigte erfahren Sexismus und Gewalt. Jede 11. erwerbstätige Person hat in den vergangenen drei Jahren sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt. 

Deshalb sollen Arbeitgeber und Führungskräfte darin bestärkt werden, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Sexismus, sexueller Belästigung und Gewalt zu schützen – egal ob an der Kasse, im Büro, in der Videoschalte oder zuhause. 

Möchten Sie mehr Informationen dazu haben, wie die Stadt Ludwigsburg als Arbeitgeberin dieses Thema umsetzt? Dann kontaktieren Sie uns via E-Mail unter gleichstellung@ludwigsburg.de

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz