Gestaltungsbeirat feiert sein 10-jähriges Bestehen

Seit zehn Jahren gibt es den Gestaltungsbeirat in Ludwigsburg. Das Gremium spielt bei privaten Bauprojekten eine wichtige Rolle. Wer ihm angehört und was seine Aufgaben sind.

neues Gebäude bezeichnet als Höfe am Kaffeeberg an der Schlossstraße
Die Höfe am Kaffeeberg sind eines der Projekte, an denen der Gestaltungsbeirat beteiligt war. (Foto: Stadt Ludwigsburg)

Der Gestaltungsbeirat der Stadt Ludwigsburg feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Bestehen. Das Gremium, dem externe Fachleute sowie Vertreter*innen aus der Politik angehören, berät bei der architektonischen Planung von privaten Bauprojekten, die das Stadtbild besonders prägen. Mit seiner Arbeit trägt der Gestaltungsbeirat dazu bei, städtebauliche Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. So stärkt er die bauliche Identität der Stadt Ludwigsburg. Das Gremium tagt in der Regel fünf Mal im Jahr.

„Der Gestaltungsbeirat hat in den zehn Jahren herausragende Impulse für die Baukultur in Ludwigsburg gegeben“, betont Baubürgermeisterin Andrea Schwarz. Konstruktive Diskussionen zwischen den externen Fachleuten, der Bauherrschaft, Politik und Verwaltung hätten zu Qualitätssprüngen bei baulichen Vorhaben geführt. Seit Einführung des Gremiums wurden in 52 Sitzungen 74 Vorhaben begleitet – sowohl Einzel-Bauprojekte als auch städtebauliche Projekte. Dazu gehören etwa die Höfe am Kaffeeberg an der Schlossstraße, Firmengebäude in der Hohenzollernstraße oder Wohnhäuser in der Wettegasse.

„Bei der Arbeit des Gestaltungsbeirats geht es darum, das Stadtbild kontinuierlich zu verbessern und Neubauten einen eigenständigen Charakter zu geben, ohne die historisch gewachsenen Strukturen zu zerstören“, erläutert Andrea Schwarz. An verschiedenen Stellen sei es gelungen, Gebäude zu erhalten und qualitätsvoll zu sanieren, die ursprünglich zum Abriss vorgesehen waren.

Alle auf Augenhöhe behandeln

Matthias Schuster, seit 2024 Vorsitzender des Gestaltungsbeirats, hebt hervor: „Der Gestaltungsbeirat ist auch deshalb so wirkungsvoll, weil alle Beteiligten - Verwaltung, Politik und Fachleute - die Projekte gemeinsam und auf Augenhöhe behandeln und die Bauherrschaft in die Diskussion mit einbeziehen. Denn es gilt, möglichst im Konsens Qualitäten zu schaffen.“

Im Jubiläumsjahr hatte die Stadtverwaltung zu einem Stadtspaziergang und einer Vortragsveranstaltung eingeladen. Jetzt folgte zum Abschluss eine öffentliche Jubiläumsfeier (26. November): Mitglieder des Beirats, Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung sowie von Bauträgerschaft und Bauherrschaft berichteten über Herausforderungen, Erfolge und Visionen für die Zukunft der Stadtgestaltung. Die Veranstaltungsreihe „10 Jahre Gestaltungsbeirat“ wurde durch das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg gefördert. (Meike Wätjen)

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