Kommt die Bundesgartenschau nach Ludwigsburg?

Ludwigsburg möchte gemeinsam mit Stuttgart, Esslingen und dem Verband Region Stuttgart die Bundesgartenschau 2043 ausrichten. Dabei soll der Neckar zu einem erlebbaren Natur- und Erholungsraum werden. Der Gemeinderat hat jetzt wichtige Weichen gestellt.

(v.l.n.r.): Dr. Alexander Lahl (Verband Region Stuttgart), Dr. Frank Nopper (OB Stuttgart), Dr. Achim Schloemer (Deutsche Bundesgartenschau‐Gesellschaft), Matthias Klopfer (OB Esslingen) und Dr. Matthias Knecht (OB Ludwigsburg) haben am 19. Mai 2025 die Absichtserklärung, den sogenannten „Letter of Intent“, auf dem Killesberg präsentiert. (Foto: Landeshauptstadt Stuttgart/Julian Rettig)

Der Ludwigsburger Gemeinderat hat grünes Licht für die nächsten Schritte zur Bundesgartenschau-Bewerbung gegeben: Am 25. Juni stimmte er der Finanzierung einer Machbarkeitsstudie zu. Sie soll klären, ob und wie das Großprojekt realisiert werden kann. In Stuttgart und Esslingen steht die Entscheidung in den jeweiligen Gemeinderäten in der kommenden Woche auf der Tagesordnung.

Ludwigsburg bewirbt sich gemeinsam mit Stuttgart, Esslingen und dem Verband Region Stuttgart als Gastgeberin der Bundesgartenschau (BUGA) 2043. Ziel ist es, den Neckar als naturnahen Erlebnis- und Erholungsraum zu gestalten – mit neuen Grünflächen, attraktiven Uferwegen und ökologischen Verbesserungen, die der gesamten Region zugutekommen.

Die Machbarkeitsstudie soll unter anderem prüfen, welche Flächen sich eignen, welche Herausforderungen bestehen und wie sich die Vision konkret umsetzen ließe. Die Kosten der Machbarkeitsstudie von rund 260.000 Euro tragen die Beteiligten zu gleichen Teilen. Ihre Ergebnisse dienen als Grundlage für die weiteren Planungen mit dem Ziel, Stadtentwicklung und Lebensqualität in Einklang zu bringen. Dabei betont Oberbürgermeister Knecht: „Die Bewerbung ist kein Widerspruch zu WIN LB, sondern setzt ein wichtiges Zeichen: Unsere Region hat gute Zukunftsperspektiven, auch in finanziell sehr schwierigen Zeiten.“ WIN LB steht für Wirtschaftlich, Innovativ, Neu denken – Ludwigsburg und ist das zentrale Maßnahmenpaket der Stadt zur Haushaltskonsolidierung und Verwaltungsmodernisierung. Ziel ist es, Ausgaben zu senken, Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig zukunftsfähige Perspektiven zu entwickeln.

Was die BUGA für Ludwigsburg bedeuten kann

Im Mittelpunkt steht der Neckar, der als naturnaher Erlebnis- und Erholungsraum neu gedacht werden soll. Geplant ist, neue Grünflächen anzulegen, bestehende Uferwege zu verbessern, Wege zu öffnen, Quartiere zu verknüpfen und Stadträume aufzuwerten. Die Idee: Wohnen, Arbeiten, Naherholung, Tourismus und Wirtschaft sollen stärker miteinander verzahnt werden. Bei dem Projekt sollen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und soziale Teilhabe eine zentrale Rolle spielen. Konkrete Planungen gibt es noch nicht, die Machbarkeitsstudie ist ein erster Schritt.

Für Ludwigsburg sieht Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht großes Potenzial: „In dieser Bewerbung liegt eine große Chance, vor allem für unsere Neckarvororte Poppenweiler, Hoheneck und Neckarweihingen, aber auch für Oßweil. Den Neckar als Lebensader neu zu denken und mit Themen wie Naherholung, Tourismus, Wohnen, Wirtschaft und Kultur zu verbinden ist eine starke Idee“, so Knecht. „Die Stadt Ludwigsburg wird dabei ihre Erfahrung mit nachhaltiger Stadtentwicklung aktiv in das Projekt einbringen.“ (Lena Lehmann) 

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