Region unterstützt Gründungsprojekte
Junge Unternehmen sollen jetzt noch bessere Startbedingungen bekommen: Das landesweit prämierte Modell „Ludwigsburg gründungsfreundlich“ erhält für zwei Standorte zusätzliche Förderung.
Der Verband Region Stuttgart unterstützt innovative Projekte mit Fördermitteln, um die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit vor Ort zu stärken. Dazu zählt nun auch das Konzept „Ludwigsburg gründungsfreundlich“ der städtischen Wirtschaftsförderung, für das die Stadt bereits 2024 vom Land Baden-Württemberg ausgezeichnet wurde. Das insgesamt 530.000 Euro umfassende Projekt wird nun mit 240.000 Euro unterstützt.
„Wir freuen uns sehr, dass die Jury der Region Stuttgart sich für unser Konzept entschieden hat“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht. „Aktuell ist die Förderung von Gründung und Innovation wichtiger denn je, damit Ludwigsburg und die Region als Standort bestehen. Ludwigsburg zeigt bei diesem Projekt wieder einmal seine Stärken: kreativ, freundlich, zielgruppenorientiert und bürgernah.“
Neue Orte für Innovation
„Ludwigsburg gründungsfreundlich“ schafft zwei neue Orte für Innovation in der Stadt: Auf dem Franck-Areal am Bahnhof entsteht ein Kreativ- und Innovationsraum für die Entwicklung technologischer Ideen und Produkte. Ein „Co-Making-Space“ soll dort den Zugang zu Handwerk und Technik für junge Unternehmen erleichtern. Das Kreativlabor Tinkertank der Interactive Media Foundation wurde dafür als Kooperationspartner gewonnen. Weiterer Schwerpunkt ist die Vernetzung mit etablierten Unternehmen.
Als zweites soll das „Ludwigsburg Industriezentrum LIZ“ in der Weststadt mit „LIZZY“ eine Fläche für leichte Produktion bekommen, wo Start-Up-Unternehmen dann künftig in ihrer ersten Wachstumsphase gefördert werden. Die Unternehmen für den Standort im „LIZZY“ werden 2026 in einem Wettbewerb ausgewählt. Hauptgewinn soll dabei ein Mietkostenzuschuss sein, um gut in Ludwigsburg Fuß zu fassen.
Mit diesen Maßnahmen will die Stadt die bestehenden Angebote wie etwa das Film- und Medienzentrum oder das „Kokolores Collective“ zu einem Gründungsverbund ausbauen, Lücken in der regionalen Gründungs- und Innovationsstruktur schließen und zusätzlich neue Raumangebote mit bedarfsgerechter Ausstattung schaffen. Außerdem ist dazu auch noch ein sogenannter „XR Hub“ in Ludwigsburg geplant, in dem Anwendungen für Virtual Reality oder Augmented Reality ausprobiert werden können. (Clemens Flach)