Stadtverwaltung investiert in die Radinfrastruktur

Die Stadt verbessert die wichtige Radachse zwischen der Oststadt und den Innenstadt-Schulen. Das hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen. Was sich konkret verändern wird.

Im Vordergrund fahren sechs Menschen dicht beieinander auf dem Rad in der Alleenstraße. Im Hintergrund befinden sich weitere Radfahrende
In der Alleenstraße sind viele Schüler*innen auf dem Rad unterwegs. (Archivfoto: Benjamin Stollenberg)

Die Stadt hat im Dezember grünes Licht vom Gemeinderat für den Ausbau einer wichtigen Radverbindung bekommen: Der Radweg über die Alleenstraße und die Friedrich-Ebert-Straße ist eine stark frequentierte Achse zwischen der Oststadt und dem Schulcampus in der Innenstadt sowie dem Bahnhof. Täglich sind hier etwa 3.100 Radfahrende unterwegs. Er ist außerdem ein Teil des geplanten Radschnellwegs RS 8 zwischen Ludwigsburg und Waiblingen. Dessen Strecke führt vom Ludwigsburger Zentrum über Oßweil entlang der L 1140 nach Remseck am Neckar, weiter durch Neckargröningen sowie Neckarrems und dann über Hegnach nach Waiblingen. Gründe genug, um den mittlerweile schadhaften Belag des Radwegs zu sanieren und die Verbindung insgesamt aufzuwerten.

Konkret geht es um drei Abschnitte zwischen der Seestraße und der Oststraße. Abschnitt 1 verläuft vom Schulcampus bis zur Bundesstraße B 27. Dieser wird zur Fahrradstraße mit Gehwegen in angemessener Breite umgebaut. Zusätzlich zu den fünf bereits vorhandenen Bäumen sollen voraussichtlich 21 neue gepflanzt werden. Sieben Parkplätze können erhalten bleiben.

Pflaster wird ausgetauscht

Der zweite Abschnitt betrifft die Friedrich-Ebert-Straße vor dem Forum am Schlosspark zwischen B 27 und Fasanenstraße. Hier wird das holprige Granitpflaster gegen Asphalt ausgetauscht. Radfahrende und Autos werden durch eine neue Baumreihe mit 26 neuen Bäumen in der Mitte der Straße voneinander getrennt. Dies passiert in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege und ergänzt das dortige historische barocke Alleensystem.

Der dritte Abschnitt verläuft von der Fasanenstraße bis zur Oststraße. Die bereits heute bestehende Fahrradstraße wird aufgewertet, die Gehwege werden verbreitert und etwa 17 neue Bäume gepflanzt. Dabei bleiben alle bestehenden Parkplätze erhalten. Zudem werden die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim die dortige Beleuchtungsanlage erneuern.

Hohe Förderung

Die Kosten für die ersten drei Abschnitte der Radschnellverbindung hat die Stadt nochmals reduziert. Sie liegen nun insgesamt bei knapp neun Millionen Euro, wobei bis zu 75 Prozent davon vom Land gefördert werden können. Der Förderantrag ist mittlerweile eingereicht und die Stadt ist in die Ausführungsplanung eingestiegen. Die Ausschreibung und die Vergabe der Arbeiten sollen zeitnah erfolgen.

„Ich freue mich sehr über das einstimmige Votum des Gemeinderats für die Erneuerung dieser wichtigen Radachse“, erklärt Bürgermeister Sebastian Mannl. „Es ist ein weiterer großer Schritt für den Ausbau der Radinfrastruktur in Ludwigsburg und außerdem ein Beitrag zur besseren Sicherheit der Radfahrenden.“ (Karin Brühl)

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