Trophäen der Freundschaft

Zur Feier des 75-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft mit Montbéliard ist von den beiden Städten gemeinsam ein Kunstprojekt auf dem Arsenalplatz entwickelt worden. Was es mit den Messingskulpturen dort auf sich hat.

Messinghände als Kunstinstallation auf dem Arsenalplatz
Second Skins“ ist der Titel der neu aufgestellten Messingskulpturen am Arsenalplatz. (Foto: Christiana Kunz/Stadt Ludwigsburg)

2025 feiert Ludwigsburg das 75-jährige Jubiläum der ersten deutsch-französischen Städtepartnerschaft mit Montbéliard – ein bedeutendes Symbol für Freundschaft, Austausch und den gemeinsamen Willen, nach dem Krieg neue Brücken zu bauen. Aus diesem Anlass haben die Stadt Montbéliard und der Fachbereich Kunst und Kultur der Stadt Ludwigsburg zusammen mit der französischen Kunstinstitution „Le 19 – Centre régional d’art contemporain“ ein Kunstprojekt entwickelt, das durch die Kunststiftung Heer in Ludwigsburg großzügig gefördert wird.

Zur Vernissage des Kunstprojekts „Trophäen der Freundschaft“ am Samstag, 15. November, stellten Bürgermeisterin Marie-Noëlle Biguinet aus Montbéliard und Erste Bürgermeisterin Renate Schmetz die Werkstücke auf dem Arsenalplatz vor. Nach ihren Grußworten gaben Adeline Lépine, Direktorin des „Le 19 – Centre régional d’art contemporain“, und die Künstlerin selbst mehr Einblicke zu ihrem Kunstprojekt.

Das Kunstwerk „Second Skins“

Die Skulptur „Second Skins“ der renommierten französischen Künstlerin Caroline Mesquita besteht aus drei aus Messing gefertigten Händen. Als Sinnbilder für Nähe, Berührung und Vertrauen – als sogenannte „Trophäen der Freundschaft“ – treten sie in einen Dialog mit den historischen Sockeln des Arsenalplatzes, auf denen einst monumentale Steintrophäen militärische Überlegenheit und Wehrhaftigkeit symbolisierten. Der Titel „Second Skins“ erinnert an eine zweite Haut: schützend wie eine Rüstung, zugleich fähig, sich zu regenerieren und neu zu erfinden.

Die Künstlerin Caroline Mesquita

Caroline Mesquita, geboren 1989 in Brest, lebt und arbeitet in Marseille. Ihre Werke werden in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt. Ihre Skulpturen, meist aus Metall, besonders Messing, verbinden technische Präzision mit einer fast theatralischen Sinnlichkeit. Sie untersucht das Verhältnis zwischen Mensch und Objekt, zwischen Bewegung und Stillstand. Figuren, Maschinen oder Körperfragmente scheinen in einen eingefrorenen Dialog verwickelt, zugleich vertraut und befremdlich. Das Metall, das Mesquita formt, ist dabei nie statisch: Es oxidiert, verändert sich und reagiert auf seine Umgebung.

Nach der feierlichen Eröffnung wurden leichte, aber notwendige Nachjustierungen erkannt, die während der Zeit des Weihnachtsmarkts mit Blick auf Ausrichtung und Verstärkung in einer Fachwerkstatt umgesetzt werden. Im Anschluss werden wieder alle drei Skulpturen bis in den Herbst hinein auf dem Arsenalplatz wirken.

Mehr Hintergrundinformationen und aktuelle Bilder können auf dieser Webseite eingesehen werden: www.ludwigsburg.de/arsenalart. (Clemens Flach)

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