Kommunale Entwicklungspolitik in Ludwigsburg

Was ist kommunale Entwicklungspolitik?

Was ist eigentlich Kommunale Entwicklungspolitik und warum beschäftigt sich Ludwigsburg damit?

Die von der UN verabschiedeten Sustainable Development Goals verfolgen ein gutes Leben für Alle, überall auf der Welt. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Ländern, Städten und Akteuren auf verschiedenen Ebenen ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Die Stadt Ludwigsburg erkennt in der globalen Vernetzung sowohl die eigene Verantwortung wie auch den eigenen Nutzen und engagiert sich daher seit vielen Jahren und mit vielen unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren lokal und international. 

Kommunale Entwicklungspolitik (Kepol) bezeichnet die Maßnahmen, die Kommunen ergreifen, um die nachhaltige Entwicklung vor Ort ebenso wie in ihren Partnerkommunen im Globalen Süden zu fördern. Der wechselseitige Austausch von Erfahrung, Wissen, Fachkenntnissen, Technologie und finanziellen Ressourcen trägt dazu bei, Lebensbedingungen in Deutschland und im Globalen Süden zu verbessern.

Kommunale Entwicklungspolitik in Ludwigsburg

Die kommunale Entwicklungspolitik in Ludwigsburg steht unter dem Leitmotiv „Lokal handeln - Global wirken“. Seit Beginn der Nullerjahre werden lokale Initiativen, Gruppen und Akteure strategisch vernetzt sowie internationale Partnerschaften aufgebaut. In enger Kooperation mit der Servicestelle für die Kommunen in der Einen Welt (SKEW) wurden strukturelle Grundlagen geschaffen, starke Netzwerke gebildet und eine Vielzahl von Projekten und Maßnahmen durchgeführt.

International engagiert sich Ludwigsburg in der trilateralen Entwicklungszusammenarbeit mit Montbéliard (Frankreich) und Kongoussi (Burkina Faso) sowie in den Klimapartnerschaften mit Kongoussi und Ambato (Ecuador).

Lokal engagieren sich bei der Lokalen Agenda Bürgerinnen und Bürger seit 2002, bringen ihre Kompetenzen ein und entwickeln konkrete Projekte; im Eine-Welt-Forum und im Jugend-Eine-Welt-Forum setzen sich knapp 30 Vereine, Initiativen, Gruppen, Schulen und weitere Akteurinnen und Akteure für eine globale gerechte Entwicklung ein.

Meilensteine

  • 2002: Gründung des Agendabüros als Anlaufstelle für alle, die an einer nachhaltigen Entwicklung in Ludwigsburg interessiert sind und gemeinsam dafür aktiv werden wollen.
  • 2006: Ludwigsburg und seine französische Partnerstadt Montbéliard gründen eine trilaterale Entwicklungspartnerschaft mit der Stadt Kongoussi im afrikanischen Burkina Faso.
  • 2008: Gründung des Förderkreises Burkina Faso von Ludwigsburger Bürgerinnen und Bürgern. Der gemeinnützige Verein konzentriert sich auf die Unterstützung Kongoussis.
  • 2011: Die Stadt Ludwigsburg erfüllt alle Kriterien der Kampagne „Fairtrade-Towns“ und ist Fairtrade-Stadt. So gehört Ludwigsburg zu den rund 2000 Fairtrade-Towns weltweit.
  • 2016–2020: Einrichtung der Koordinierungsstelle kommunaler Entwicklungspolitik als Kompetenzzentrum für Information, Beratung und Vernetzung. Die von der Servicestelle für Kommunen in der Einen Welt (SKEW) geförderte Stelle war die erste ihrer Art in Deutschland.
  • 2017: Gründung des Eine-Welt-Forums von zivilgesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren mit mittlerweile knapp 30 Vereinen, Initiativen, Gruppen, Schulen und weiteren Akteuren.
  • 2017: Beginn der kommunalen Klimapartnerschaft mit Kongoussi in Burkina Faso.
  • 2017: Beginn der kommunalen Klimapartnerschaft mit Ambato in Ecuador.
  • 2019: Verabschiedung des Ludwigsburger Handlungskonzepts für Eine-Welt-Akteure als Orientierungsrahmen für das entwicklungspolitische Handeln vor Ort.
  • 2019: Gründung des Jugend-Eine-Welt-Forums als Gruppe von Schülerinnen und Schülern, die sich mit globalen Herausforderungen beschäftigen und eigene Projekte initiieren.
  • 2020: Unterzeichnung der Musterresolution „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten” als Bekenntnis zu einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort und weltweit.

SDGs - UN Nachhaltigkeitsziele

Gruppenbild mit der Delegation aus Ambato in Ludwigsburg

Die Klimapartnerschaft mit Ambato soll die fachliche Zusammenarbeit der beiden Städte in den Bereichen Klimaschutz und Klimaanpassung stärken. 

Brunnen und Mühlen in Burkina Faso

Das Ludwigsburger Engagement in Burkina Faso geht in eine neue Phase. Ziel: Gemeinsame Verantwortung für das Klima und Bekämpfung der Klimafolgen.

Bild mehrerer Kinder in einem afrikanischen Dorf

Ludwigsburg und Montbéliard engagieren sich in der Entwicklungszusammenarbeit in einem der ärmsten Länder Afrikas, in Burkina Faso, in der Stadt Kongoussi.

Netzwerkarbeit

Entwicklungspolitische Themen, die bisher nur im Kleinen verfolgt werden konnten, sollen nachhaltig in die Stadtverwaltung eingegliedert werden. 

Ehrenamtlich Engagierte, Schulen und Hochschulen, kommunalpolitische Einrichtungen und weitere Akteure setzen sich für Entwicklungszusammenarbeit ein.

Kontakt und weitere Informationen

Referat Stadtentwicklung, Klima und Internationales
Wilhelmstraße 11
71638 Ludwigsburg
Telefon (0 71 41) 9 10-46 02

Klimapartnerschaft mit Ambato

Florian Tögel

Klimapartnerschaft mit Kongoussi

Elisabeth Meier