Neue Bäume für den Marktplatz
Stadt pflanzt klimaresistente Zieräpfel
Die zunehmend steigenden Temperaturen und Hitzephasen im Sommer belasten auch die Bäume an den Arkaden des Marktplatzes. Die meisten der Bestandsbäume, es handelt sich um Steppenkirschen, waren stark geschädigt, manche bereits abgestorben. Um das Mikroklima und die Aufenthaltsqualität am Marktplatz zu erhalten, werden diese Bäume Schritt für Schritt durch klimaresistente Arten ersetzt. In den letzten Wochen hat die Stadt bereits 20 der 39 Bäume ausgetauscht. Die gesunden Bäume bleiben erhalten.
Für die Neupflanzungen hat die Stadt Zieräpfel mit einer kugelförmig geschnittenen Baumkrone gewählt. Dies ist eine geeignete Baumart für besondere Bedingungen wie Hitze, beengte Standorte an Gebäudefassaden und geringem Wurzelraum im Boden. Als sogenanntes „Vier-Jahreszeiten-Gehölz“ bietet der Zierapfel im Frühjahr eine schöne weiße Blüte, im Sommer und Herbst kleine rote Früchte und Blätter mit einer kräftigen Herbstfärbung sowie im Winter einen lange haftenden Fruchtschmuck.
Die Baumstandorte wurden bei dieser Gelegenheit durch einen Bodenaustausch aufgewertet, um die Wuchsbedingungen für die Bäume zu verbessern. Die Pflanzarbeiten erfolgten in Abschnitten und unter Einsatz von zwei Arbeitskolonnen - dadurch konnten die Arbeiten sogar schneller als geplant fertiggestellt werden.
Nico Lustnauer, geschäftsführender Gesellschafter des Bistros „barON“ am Marktplatz, freut sich über die gelungene Maßnahme: „Die Vorbereitungen, die Umsetzung sowie die Kommunikation mit allen Beteiligten liefen hervorragend. Die Stadt hat die Jahreszeit bewusst so gewählt, um den laufenden Geschäftsbetrieb so wenig wie möglich zu stören. Nach Abschluss der Neupflanzungen freuen sich nun alle, die wunderbare Pracht der Bäume im Frühjahr und Sommer bewundern zu können. Solche Maßnahmen bringen unseren einzigartigen Marktplatz noch mehr zur Geltung“.
Ursprünglich wurden die Baumstandorte entlang der Arkaden 1992 bei der Neugestaltung des Marktplatzes nach historischen Plänen angelegt. Für die aktuelle Neupflanzung der Zierkirschen, die Sanierung der Standorte und die Fertigstellungspflege erhält Ludwigsburg eine Förderung in Höhe von 80 Prozent der Kosten über das Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ (NKK), das im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz durchgeführt wird. Die Förderung soll zur Umsetzung des "Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz" (ANK) der Bundesregierung im besiedelten Bereich beitragen. Übergeordnetes Ziel ist dabei, zu einem natürlichen Klimaschutz durch Begrünung und Baumpflanzungen in Siedlungsgebieten beizutragen.