Stadt unterstützt dritte „nachtsam“-Kampagne
Motto: „Frag doch, statt einfach zu machen“
Bereits zum dritten Mal startet die Landeskoordinierungsstelle Sicherheit im Nachtleben Baden-Württemberg (LKS) eine Kampagne im Rahmen des Projekts „nachtsam“ gegen sexualisierte Gewalt im Nachtleben. Die Stadt Ludwigsburg ist von Anfang an – also seit 2022 – an diesem Projekt beteiligt und unterstützt auch die aktuelle Kampagne. Ab Freitag, 20. Februar, werden Plakate an Litfaßsäulen im ganzen Stadtgebiet auf das aktuelle Motto „Frag doch, statt einfach zu machen“ aufmerksam machen.
Die Aktion steht für unbeschwertes Feiern und gegen jede sexualisierte Belästigung im Nachtleben. Die Kampagne wendet sich mit einer direkten Ansprache an alle Feiernden, mit einem klaren Appell zum Konsens: Einverständnis einholen, bevor, eventuell auch unbeabsichtigt, Grenzen überschritten werden, sei der Wunsch der meisten Menschen, erklärt die LKS. So könne im Nachtleben ein respektvolles und (n)achtsames Miteinander erlebt werden.
Die Kampagne findet in 25 Stadt- und Landkreisen statt, die allesamt am nachtsam-Kooperationsnetzwerk beteiligt sind. Meike Pirkner, die Beauftragte für die Kommunale Kriminalprävention, hat die Federführung bei der Stadt Ludwigsburg übernommen. „Sicherheit betrifft uns alle. Für Frauen wie auch alle anderen Menschen sollte es selbstverständlich sein, abends allein in der Stadt unterwegs sein zu können und nach dem Feiern sicher nach Hause zu kommen“, betont Meike Pirkner. „Die Kampagne richtet sich deshalb an alle Menschen und appelliert an ihre Verantwortung. Denn nur dort, wo niemand übergriffig handelt, finden auch keine Übergriffe statt.“ Dabei sei auch Zivilcourage gefragt: „Wegschauen und Bagatellisieren unterstützen letztendlich das grenzüberschreitende Handeln.“
In Ludwigsburg findet die Kampagne in Kooperation mit der Stadt, dem Landkreis, den drei Hochschulen, der Filmakademie Baden-Württemberg sowie Clubkultur BW statt. Sie macht außerdem auf die Beratungsstelle bei „Frauen für Frauen e. V.“ aufmerksam.
Finanziert wird die Kampagne vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration.
Interessierte Gastronomen, die gern Teil der Kampagne und ein nachtsamer Ort werden möchten, können sich per E-Mail bei Meike Pirkner unter der Adresse kriminalpraevention@ludwigsburg.de melden. Nähere Informationen über das Projekt nachtsam und die mitmachenden Gastronomiebetriebe in Ludwigsburg sind im Internet unter www.nachtsam.info zu finden.