Altes Stadtbad

Alleenstraße 20, 71638 Ludwigsburg


Teilnutzung Mensa und Besprechungsräume, Galerie als Selbstlernzentrum

Projektdaten

Bauherrin: Stadt Ludwigsburg
Entwurf, Planung und Projektsteuerung: Fachbereich Hochbau und Gebäudewirtschaft
Ausschreibung und Bauleitung: BauPro GmbH, Großbottwar
Baukosten: circa 2,2 Millionen Euro
Bauzeit: Januar 2018 bis April 2019
Auszeichnung: "Beispielhaftes Bauen im Landkreis Ludwigsburg" 2013 - 2019

Projektbeschreibung

Umbau von Teilbereichen des historischen Stadtbades

Die Umnutzung als Mensa mit Besprechungsräumen und Stillarbeitsbereichen umfasst mit dem Foyer, der ehemaligen Schwimmhalle sowie den früheren Dusch- und
Nebenräumen eine Fläche von ca. 800 Quadratmetern. Neben der Funktion als Mensa soll insbesondere der Bedarf an Lern- und Aufenthaltsbereichen für Schüler/innen gedeckt werden. Deshalb wurde nachträglich beschlossen die ca. 300 Quadratmeter große Galerie durch einen Minimalausbau als Selbstlernzentrum zur Verfügung zu stellen. Weitere Bereiche des Erd- und Obergeschosses sowie das Untergeschoss werden derzeit keiner Nutzung zugeführt.

Atmosphäre des Jugendstilbades bleibt erhalten

Der Zugang erfolgt über den historischen Eingang von der Alleenstraße aus. Über das Foyer mit unterschiedlichen Kommunikations- und Aktionszonen für Schüler/innen erreicht man den Speisesaal mit 168 Sitzplätzen. Die Konzeption sieht eine Nachbildung der ehemaligen Wasserfläche als Bodenbelag für den Speisebereich vor. Durch die Absenkung der Fläche kann der Beckenrand als Sitzkante ausgebaut und genutzt werden.

Die Ausgabeküche befindet sich am Kopfende, im Bereich der bisherigen Duschräume. Die Anlieferung und der barrierefreie Zugang erfolgt über die neue Fluchttreppe und den Plattformlift an der Seestraße. Am östlichen, breiten Beckenumgang wurden abgetrennte Stillarbeitsbereiche für Schüler geschaffen. Vom westlichen Beckenumgang aus erreicht man die WC-Anlagen und Nebenräume.

Im nordwestlichen Gebäudeflügel, unmittelbar gegenüber der Gemeinschaftsschule, sind in den ehemaligen Wannenbädern die Besprechungs- und Coachingräume für die Schule eingerichtet.

Die Eingriffe in Struktur und Oberflächen des Gebäudes wurden auf ein Minimum beschränkt, sodass die Atmosphäre des historischen Jugendstilbades aus dem Jahr 1907 gewahrt bleibt. Um die Kosten im überschaubaren Rahmen zu halten, ist die Anzahl der Personen auf 200 (keine Versammlungsstätte) begrenzt. Es wurde keine energetische Sanierung durchgeführt.