Klimaschutz

Integriertes Klimaschutz- und Energiekonzept

Aktive Klimaschutz- und Energiepolitik

Blockheizkraftwerk
Blockheizkraftwerk an der Pädagogischen Hochschule

Das Themenfeld Energie ist ein wichtiger Bereich des Stadtentwicklungskonzepts „Chancen für Ludwigsburg“. Der Klimawandel und die Notwendigkeit bezahlbarer Energieversorgung und nachhaltiger Energienutzung veranlassten die Stadt ein integriertes Klimaschutz- und Energiekonzept zu erarbeiten.

Solar Heat Grid



2011 wurde es als strategisches Ziel des Gesamtenergiekonzepts (GEK) gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern erstellt. Kooperationspartner waren: SWLB, LEA und Energetikom. Gefördert wurde die Erstellung des im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Seither wurde das Klimaschutz- und Energiekonzept nahezu komplett umgesetzt. Seit Juli 2018 wird es gemeinsam mit dem Heidelberger ifeu Institut fortgeschrieben. Die neuen Handlungsempfehlungen sind weitere Impulse auf dem Weg zur CO2-Neutralität der Stadt Ludwigsburg.

Grundlagen, Voraussetzungen und Maßnahmen

Im integrierten Klimaschutz- und Energiekonzept werden Grundlagen und Voraussetzungen für mögliche Energieeinsparungen, den Einsatz von regenerativen Energien und zur CO2-Reduktion zusammengefasst. Mit einer breiten Einbindung von Bürgerschaft und Interessensvertretern im Rahmen des Runden Tisches und der Zukunftskonferenz Energie 2010 wurden Maßnahmen zu den Bereichen Strom, Wärme, Mobilität, regenerative Energien sowie übergreifende Maßnahmen wie zum Beispiel die Öffentlichkeitsarbeit erarbeitet.

Szenarien zur CO2-Bilanz in Ludwigsburg bis 2050

In einem ersten Schritt kann bis 2020 eine Reduktion der Emissionen von fünf Tonnen pro Kopf erreicht werden. Dies bedeutet eine Reduktion um circa 25 Prozent gegenüber dem Jahr 1990. Zum Vergleich: die EU möchte die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um 20 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. Langfristiges Ziel der Stadt Ludwigsburg ist es, bis 2050 klimaneutral zu werden, also maximal zwei Tonnen pro Kopf und Jahr zu emittieren. Der Gemeinderat wird jährlich über aktuellen Umsetzungsstand informiert und entscheidet über konkrete Maßnahmen. Zur Umsetzung der Maßnahmen wurde ein Klimaschutzmanager eingestellt. Seine Hauptaufgabe ist es, die Energieeffizienz in den öffentlichen Gebäuden und den Einsatz der Erneuerbaren Energien zu erhöhen.


European Energy Award

EEA

Der European Energy Award ist ein internationales Qualitätsmanagement und Zertifizierungsinstrument für kommunalen Klimaschutz, das in Österreich als e5 weit verbreitet ist. 12 Nationen und mehr als 1.400 Städte und Gemeinden mit 40 Millionen BürgerInnen nehmen aktuell am eea-Programm teil.

Mit seiner Hilfe wird die Umsetzung und Erreichung der Ziele aus dem integrierten Klimaschutz- und Energiekonzept der Stadt unterstützt. So werden die Energie- und Klimaaktivitäten aus den verschiedenen Masterplänen der Stadt Ludwigsburg in allen energierelevanten Bereichen erfasst, bewertet, regelmäßig überprüft und Optimierungspotenziale zur Steigerung der Energieeffizienz aufgezeigt. Am europäischen Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsverfahren European Energy Award (eea) nehmen in Baden-Württemberg mehr als 101 Kommunen und 20 Landkreise teil.

Ludwigsburg wird erneut mit European Energy Award in Gold ausgezeichnet

EEA Preis 2018
Baubürgermeister Michael Ilk (zweiter von links) nahm am 5.11.2018 den Preis mit Alexander Greschik (Mitte) von EEA-Präsident Helmut Strasser (rechts) entgegen. (Foto: BMNT/APA/Arman Rastegar)

Bei der Preisauszeichnung ist die Stadt Ludwigsburg mit 80,1 Prozent der möglichen Punkte eine der führenden deutschen Kommunen. Beim diesjährigen Re-Audit Gold konnten weitere drei Prozent der möglichen Punkte im Vergleich zum ersten Gold Audti im Jahr 2014 hinzugewonnen werden. Hierbei waren folgende Leuchtturmprojekte in Ludwigsburg von besonderer Bedeutung:

  • integrierte Quartierskonzepte
  • Klimaanpassungskonzept
  • Unterzeichnung des Klimaschutzpaktes BW
  • Erweiterung des Wissenszentrums Energie
  • Zukunftskonferenz 2015
  • EU-Projekte, unter anderem CoME EASY*

Bei der Erstzertifizierung 2010 hat Ludwigsburg bereits ein gutes Ergebnis erzielt. Alle vier Jahre erfolgt nun eine offizielle Überprüfung, inwieweit sich die Stadt in den Bereichen Energie und Klimaschutz weiter verbessern konnte. 2018 konnte mit 80,1 Prozent der möglichen Gesamtpunktzahl ein außerordentlich gutes Ergebnis erzielt und damit die Auszeichnung in Gold erreicht werden. Weitere Informationen zum European Energy Award sind im Internet unter www.kea-bw.de/eea erhältlich.

EEA Spinne

Stärken- und Schwächenanalyse für das Maßnahmenprogramm

Mit Durchführung des eea erhält Ludwigsburg eine Stärken- und Schwächenanalyse über sechs Bereiche und kann daran das künftige Maßnahmenprogramm ausrichten. Im Fokus stehen dabei folgende Maßnahmenbereiche:

  • Entwicklungsplanung, Raumordnung
  • Kommunale Gebäude und Anlagen
  • Versorgung, Entsorgung
  • Mobilität
  • Interne Organisation
  • Kommunikation, Kooperation

Welche Projekte unter anderem wichtig für eine erfolgreiche Re-Zertifizierung sowie der Erreichung der Energie- und Klimaschutzziele der Stadt sind, finden Sie unter Projekte.

Eine erfolgreiche (Re-)Zertifizierung mit dem European Energy Award ist zunehmend relevant für die Förderung energierelevanter Maßnahmen aus Landes-, Bundes- und EU-Programmen. Bei einigen Programmen ist dies inzwischen sogar zwingende Teilnahmevoraussetzung. Dadurch soll sichergestellt werden, dass durch eine entsprechende Förderung in den Kommunen nicht Einzelmaßnahmen losgelöst von einem Gesamtkonzept gefördert werden.

 

Kontakt

Stabsstelle
Klima, Energie und Europa
Wilhelmstraße 5
71638 Ludwigsburg

Steffen Weeber
Tel.: 07141 910-2570
Fax: 07141 910-3099
s.weeber@ludwigsburg.de

Klimaanpassung

Gesamtenergiekonzept